28.06.2016 im Wald bei Tromsö nach Oteren 

Schon früh am Morgen machte ich mich auf dem Weg. Das Oberzelt wurde mit den anderen nassen Kleidungsstücken in eine separate Tasche  gepackt. Auf einen Kaffee oder ein Frühstück hatte ich noch keine Lust. Keine 10 km weiter war ein kleiner Campingplatz. Da die Rezeption noch geschlossen war nutzte ich schon mal die Toilette.  Kurz vor 9.00 war sich schon wieder weg. Jetzt wechselte ich meine Regenhose gegen die kurze Hose aus. Der Himmel war meist bewölkt bei 17 Grad. Kam die Sonne mal durch wurden es sogleich 23 Grad. Es ging moderat immer rauf und runter. Von den Höhenmetern waren es nur unerheblich mehr bergauf. Jeder Meter sagte mit, dass ein vernünftiges Trainig im Vorfeld besser gewesen wären. Alle 60 Min machte ich eine Pause. Das forderte mein Körper mi Nachdruck. Um die Mittagszeit gönnte ich mir meinen Cappuccino und eine Portion Nudeln mit Sahnesauce aus der Tüte. So kamen die noch verbleibenden Lebensgeister wieder zum Vorschein. In Nordjosboten kaufte ich mir eine Landkarte. Dan heute habe ich mich für den Plan B entschieden.  Wie der aussieht weis ich noch nicht. Sicher ist nur das ich das Nordkap auf meiner geplanten Strecke nicht gesund erleben würde. Ein Tankwart hat mir auf der Karte erklärt wo und wie oft die 800 m hohen Berge auf mich zukommen.  Beim heutigen CP (Campingplatz) gibt es keine Zeltplätze. Eine Hütte sollte 40 € kosten. Ich sagte ihm mein Tagesbudgett liegt bei 25€  Somit war der Preis für mich 20€.  Fragt jetzt nicht wie der kleine gerechnet hat. Ist mir aber auch recht so. Morgen will ich wieder so 80 km schaffen. 

   
   
Sollten wir am Donnerstag die Italiener rauskicken gönne ich mir eine Pizza. Na die wollen ja auch gewinnen. Ich drücke die Daumen das es nicht beim Bier bleibt  

Nachtrag: 27.06.2016 Hamburg – Stockholm – Tromsö

Mein Rad kam natürlich nicht durch die reguläre Gepäckausgabe dieses Gates. Ich wurde zum internationale Gate gebracht und gebeten zu warten. Fast eine halbe Stunde verbrachte ich dort. Ich nutzte die Gelegenheit mein Handy zu laden. Welches ich dann auch noch beim losradeln vergessen hatte. Dieses mal hatte ich Glück meinen Karton zu entsorgen. Der Duty Free Shop hatte gerade seine Kartons gefallten und nahm meine kleingeschnittenen auch gleich mit. Eine Herausforderung weniger.

Nach Tromsö in die Stadt führte ein gut ausgebauter Radweg. Es waren auch viele Norweger unterwegs. Auf meinem Stadtplan sah es so aus als müsste ich immer im Zick Zack radeln. Denkste, das waren Sepentinen. Bald schon hatte ich in diesem Gewusel der unaussprechlichen Straßennamen die Orientierung verloren. Ein Junges Mädchen schickte mich dann auch noch der Berg auf der anderen Seite wieder runter. Unten angekommen sah ich den Flughafen wieder. Ich war stinke sauer. Um zum Hafen zu kommen gönnte ich mir einen Bus. Der brachte mich auch zu meinem ersten Orientierungspunkt – einer Brücke. Von jetzt an ging es nur noch bergauf. Ich war nach zwei Stunden schon im Eimer. Meine geplanten 50 km konnte ich vergessen. Nach 30 km in der Hitze machte ich Pause an einem kleinen Waldstück. Nach dem Aufbau des Zelts wurden erst einmal die Klamotten aus der Tasche mit geplatzten Dose Bier gewaschen. Mein Kopfkissen war auch dabei. Ich hatte keine kraft mehr was zu kochen. Als Abendessen dienten die im Bier aufgeweichten Müsliriegel, eine Bockwurst und ein Brötchen. Zusammen mit der Cola und dem warmen Astra machte mich das schon glücklich.

Die Nacht war, wie schon befürchtet, hell wie der Tag. Nur etwas kühler. Bei 12 Grad verbrachte ich eine gute Nacht die erst am nächsten Tag um 7.00 Uhr vorbei war.

Die Krämpfe in den Beinen in der Nacht beschreibe ich nicht näher. Da es um 3.30 Uhr zu Regen begann musste ich mein Zelt in der Nässe abbauen. Heute gehe ich es ganz langsam an. Jetzt sitze ich an einem kleinen Campingplatz 10 km weiter und hoffe auf einen Kaffee und eine saubere Toilette. Die Tolle und abwechslungsreiche Landschaft machen viel der Anstrengungen wieder gut. Ich freue mich heute auf einen nicht so sonnigen Tag und viele Eindrücke.

27.06.2016 Hamburg – Stockholm – Tromsö

Mein riesiges Reiserad stellt mir an den Airports dieser Welt immer wieder die Frage: Wie bekommst du das gute Stück vom Auto oder Hotel zum Counter und dann gut verpackt in den Flieger? Schon am Sonntag brachte ich das gute Stück zum Flughafen. Dort war es möglich den Riesen Karton für nur 13€ bis zum einchecken zu lagern. Mein Alter und langjähriger Freund Michael kam mit seiner Frau aus Elmshorn angereist um mir beim mühsamen Einpacken zu helfen. Sechs Hände schafften das vorbildlich in nicht mal einer  Stunde. Die erste Schweißtreibende Hürde war genommen. Danach wurde der deutschen Manschaft beim EM Spiel die Daumen gedrückt  Es hat ja geholfen. Schon stellt sich die nächste Frage. Da die Manschaft jetzt ja weiter ist. Wo schaue ich das  nächste mal TV?  Heute morgen war ich schon früh am Flughafen. Das Rad war schnell geholt und die Schlange am Check-In hielt sich in Grenzen. Alles lief gut. Bis zu dem Moment als ich das im großen Karton verpackte Rad fröhlich beim Sperrgepäckschalter aufgeben wollte. „Kommen sie bitte mal mit dem Karton hierdurch und stellen Sie den Karton hier ab. Bleiben Sie hier stehen!“ Ok, in der Stimme des Beamten war eine sehr klare und deutliche Ansage zu verstehen. „Machen sie den Karton mal an einer Stelle von oben auf“! Ich fragte warum und wieso das den sein muss. Der große Karton passt nicht in den Scanner, wir machen jetzt einen Sprengstofftest. Der entsprechend ausgebildete Kollege kam nach kurzer Zeit und rieb mit einem etwa 5€  Schein großen Läppchen über das Rad. Nach wenigen Augenblicken konnte ich durch das Glasfenster im Office den Daumen hoch sehen. Gut das sie nichts gefunden haben. Gerade sitze ich in Stockholm und kann schon auf das Gepäck und vor allem auf den großen Karton mit dem Loch oben schauen. An dieser Stelle auf dem Rad ist die Lenkertasche mit all den elektronischen Geräten. Ich hoffe die GoPro und das Garmin sind in Tormsö noch drin. Jetzt noch 45 Minuten warten und dann geht es weiter.

  

20.05.2016 Gurkradweg Krausnick nach Lübbenau 

Das „Rumgegurke“ hat auf dem befestigten Bodenflächen kein Ende gefunden. Zum Abschluss der Tour noch eine typische Kahnfahrt. Vom kleinen Hafen in Lübbenau geht es für drei Stunden inklusive einer Stunde Pause auf einer kleinen Insel mit einem hervorragenden Museum und einer für uns weitaus interessanteren Gaststätte mit erlesen und für die Region typischen Gerichten. „20.05.2016 Gurkradweg Krausnick nach Lübbenau “ weiterlesen

19.05.2016 Gurkenradweg Lübben nach Krausnick

Nach 18 bereisten Ländern und gut 15000 km auf allen möglichen und unmöglichen Straßen hatte ich heute in Lübben meinen ersten Platten. Zur Feier des Tages gönnte mir meine Frau eine Reparatur in einem Bike-Shop. Nach 15 Minuten war alles erledigt. Die € 17,50 haben mir nicht wehgetan. Ich gönne mir ja sonst nichts ?.

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