17.09.2017 Dankeschön 

Was haben folgende Namen gemeinsam?

Edda und Günter S. Berufsmoden Schwab, Ernst Ullrich Sch., das Team vom Hotel am Kurpark in Brilon, Anja A., Sibylle A.,Hanne K., Vanessa und Tobias H., und viele andere Menschen gemeinsam?

Sie sind alle positiv infiziert mit dem Virus „Freidurchatmen.de„. Sie alle sind Spender für mein Projekt zur Unterstützung der an Mukoviszidose erkrankten Menschen der Mukoviszidose Selbsthilfegruppe e.V. in Kassel. 

Ausnahmslos alle haben schon zum wiederholten Male in Rahmen ihrer Möglichkeiten gespendet. 

So kamen im Läufer der Zeit grandiose € 8559.62 zustande. 

Dafür meinen aller Herzlichsten Dank. 

Im Frühjahr 2012 startete ich das Projekt zur Unterstützung der erkrankten Kinder. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt absolut keine Ahnung auf was ich mich das so einlasse…  

Heute über fünf Jahre später bin ich mehr als stolz auf diese Menschen.  Ich kann einfach nur durch darüber reden und schreiben, sie alle an meinem täglichen Leben in meinem Urlaub teilhaben lassen. Ich könnte mir so langsam durch die Landschaft rollend, vom Westen in den Osten, von Frankreich bis in die Türkei, viele neue Landschaften und die dort lebenden Menschen in diesen unterschiedlich entwickelnden Ländern genauer anschauen. 

Wie gut geht es uns doch in Deutschland. 

Die Richtung von Norden nach Süden war da schon ganz anders. Die Infrastruktur war viel besser ausgebaut, die Steuern entsprechend höher und die Preise in den Läden für mich als deutschen aus meiner Sicht im ersten Augenblick auch überhöht. 

In der Betrachtung mit einer zeitlichen Verzögerung verstehe ich auch diese Unterschiede mehr als gut. 

Alles hat seinen Preis!

So ist die Versorgung in den Hochpreisigen Ländern doch deutlich besser, auch im Blick auf unsere Situation in Deutschland. 

Bei den Touren in den nächsten Jahren werde ich für mich diesen Unterschied nach und nach weiter herausarbeiten. 

Meine nächsten Ziele sind erst einmal die Region um die Stan Staaten und später auch noch die angrenzenden Länder gen Osten. 

Wer mag kann gerne dabeibleiben. 

Interessant wird es allemal bleiben. 

Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer und bitte bleibt alle dabei.

Robert.

11.07.2017 Zusammenfassung

Schweden mit dem Rad erfahren.

Eine schöne Radtour im Rahmen von www.freidurchatmen.de geht zu Ende.
So eine entspannte Anreise zu meinem Startplatz hatte ich noch nie. Der  Samstag war in den Zügen der deutschen Bahn mit den vielen Reisenden, den beginnenden Sommerferien in Hessen geschuldet, gar nicht langweilig. Es hat mir richtig Spaß gemacht den anderen unruhigen Radlern zuzuschauen. Beim ein- und aussteigen brach an jeder Haltestelle Hektik aus. Da musste ich meine Ansage machen und das ganze Regeln. Das klappte dann ab Göttingen ganz gut. Letztendlich waren alle dankbar das es auch miteinander am besten geht.

Die Überfahrt mit der riesigen Fähre von Kiel nach Göteburg inklusive der Nacht in der Kabine war ohne besondere Vorkommnisse. Einzig der Preis des Kaffee im Pappbecher am nächsten morgen brachten mich ein wenig in Rage. Doch an diese Preise für Speisen und Getränke musste ich mich wohl schnell gewöhnen.

Mein Tagesziel am Sonntag wurde bis auf 30 KM Abweichung fast gefunden.
Mein alter Freund „Schambi“ holte mich dann mit einem Schmunzeln im Gesicht ab. Bei einem schönen kalten, frisch gezapften Hefeweizen und leckeren hausgemachten Bratheringen lachten wir am Abend mit Blick auf den in allen Blautönen schimmernden den See darüber.

Der Montag war der Tag der ersten Etappe in Richtung Trelleborg. Ich habe es, immer in westlicher Richtung, bis nach Grebbestad auf meinen ersten CP geschafft. Zeltplatz, Strom, Dusche und WC mit WLAN und der Notwendigen Campingkarte kostete mich über 50€. Das ist ganz schön happig für eine und die erste Übernachtung. Die Campingkarte für 16€ benötigte ich im Laufe der Reise noch einige Male.

Ab jetzt ging es immer an der Küste entlang. Wunderschöne Radwege direkt an der Küste oder nur wenige 100 Meter davon entfernt brachten mich nach Süden. Die Strecke ging teils auf guten Asphaltierten Wegen als auch auf unbefestigten Schotterwegen. Waldwege oder Feldwege waren die Ausnahme. Einige Male musste ich auf die, ich nenne sie mal Bundesstraßen, ausweichen. Doch aufgrund  der wenigen Autos war es auch hier angenehm zu fahren.

Bis auf einen Tag an dem ich eine Total falsche Route, einem Wanderweg entlang durch ein Naturschutzgebiet, wählte war das Reisen in Ordnung. Diesen Tag, diese Stunden und die Strapazen habe ich aus meiner Erinnerung gelöscht. So eine Fehler mache ich bestimmt einmal wieder. Auf dieser kräftezehrenden Stecke habe ich mehrere Rehe, jedoch keinen Elch gesehen. Letztendlich ist das auch so wie das Salz in der Suppe. Die Übernachtungen im meiner mobilen Herberge waren sehr gut. Bis auf wenige Male habe ich immer gut geschlafen. In meinem Rackpack hatte ich immer einer Dose Bier dabei. Diese genoss ich immer sobald das Zelt stand. Danach immer das gleiche Ritual: Duschen, Umziehen, kochen, schreiben und schlafen.

In den ersten Tagen nutze ich viele Fähren an den Inseln entlang. Diese waren, bis auf eine, alle kostenfrei. Die Überfahrten dauerten alle nur ein paar Minuten.  Neben meinen Nudelgerichten aus der Tüte habe ich nur Burger in den Gaststätten verzehrt. Das war neben Salaten das einzige was ich in der Speisekarte lesen konnte.

Das Wetter war, bis auf einem Tag, sonnig mit bis zu 29 Grad. Ich hatte einen Regentag an dem es nur eigentlich nur 45 Minuten aus allen Eimern schüttete. Diese verbrachte ich im freien Feld in einem Jägerhochsitz.

Ich genoss die kleinen Pausen an den Supermärkten um meinen Wasservorrat und meinen Akku des E-Bikes zu laden, aber auch die Pausen in den kleinen familiären Bäckereien. Hier werden noch in Handarbeit die leckeren Teigwaren mit sichtbar viel Liebe hergestellt. Schweden hat ja nur ca. 6 Millionen Einwohner. Diese sind auf dem Land gut und dünn verteilt. Die großen Städte kann ich mit den unseren nicht vergleichen. Das Land ist sehr sauber und der Umweltschutz sowie die Mülltrennung stehen hier an oberster Stelle. Auffallend sind die vielen Elektroautos.

Die letzten 45 Kilometer von Malmö nach Trelleburg habe ich mir aus logistischen Gründen geschenkt. Meine Fähre ab Trelleburg ging pünktlich um 9.30 Uhr ab. Zwei Motorradfahrer und ich waren schon um 7.30 Uhr an der Fähre. Wir mussten doch wirklich bis um 9.26 Uhr davor warten um, nach allen anderen Fahrzeugen, auf die Fähre zu kommen. Die weitere 10 Stündige Überfahrt war ohne besondere Vorkommnisse.

Ich freue mich schon auf die nächste Reise für www.freidurchatmen.de

Gleichzeitig möchte ich mich an dieser Stelle schon einmal bei den fleißigen Spendern bedanken.

Hej, Hej bis zum nächsten Mal.

Robert

10.07.2017 Barsebäck nach Malmö

Ich hatte schon gar keine Lust an diesem Morgen aufzustehen. Der Grund waren die sanitären Anlagen und das ganze drum herum auf dem Platz. Wider Erwarten habe ich in der Gruppe der jungen deutschen Camper ruhig geschlafen. Für ihre Party mit Lagerfeuer und Gitarrenmusik hatten sie den Strand gewählt. Dieser war gute 100 Meter entfernt. Eine sehr gute Entscheidung. „10.07.2017 Barsebäck nach Malmö“ weiterlesen

09.07.2017 Båstad nach Barsebäck

21.30 Uhr. Die Sonne steht glühend wie ein Feuerball noch eine Handbreit über dem Meer. Im Süd-Westen kann ich die Oeresundbrücke schemenhaft erkennen. Über mir im Anflug: die Flieger nach Kopenhagen und Malmö. Die See ist jetzt ruhig. Einige der Urlauber sind noch im Wasser. Es sind viele Deutsche hier. Meine Herberge steht inmitten der deutschen Fahrzeuge. Die lauschigen Plätzchen am Wasser sind alle belegt. Jeder genießt diesen Moment. Hinter der Sonne verfärbt sich der Himmel lila. Was für ein Abschluss für diesen Tag.

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08.07.2017 Falkenberg nach Båstad

Die blonde Rezeptionistin von gestern Abend hatte mir nicht alles erzählt: Es fehlte die genaue Info wo sich das Zimmer befindet und das die Dusche und das WC außerhalb des Zimmers sind. Ebenso war der WLAN-Code so klein am Router angebracht, dass er mit der Seriennummer verwechselt wird. Meine schlechten Augen hatten viel Mühe die Kombination zu lesen. Das sagte ich der blonden Dame beim Check Out. Sie notierte teilnahmslos die Schlüsselabgabe und ging mit keinem Wort auf meine Hinweise ein. Kundenorientierung Fehlanzeige. Bevor ich sauer wurde verließ ich Kopfschüttelnd den Raum. „Heute wird mein bester Tag“ sagte ich um mich wieder runterzubringen.

Wurde er auch. Es ging immer mit dem mäßigen Wind von rechts vorwärts. Der Radweg war grandios ausgeschildert. Durch kleine Dörfer und vorbei an Gehöften durch Nadelwälder und fast immer in Sichtweite zum Meer. Einmal erwischte mich so richtig ein starker Regenschauer. Ich flüchtete mich auf einen Jägerhochsitz. So richtig trocken war der auch nicht. Von oben tropfte es herein. Immer noch besser als keinen Schutz zu haben. Meine Jacke war noch auf dem Rad. Sie zu holen hätte mir nichts gebracht. Bis zum Rad hätte mich der Regen vollends nass gemacht.

Mein Frühstück habe ich heute mangels der Möglichkeiten ausfallen lassen. In Halmstad machte ich um 12 Uhr meine Pause beim Griechen. Hier gab es ein Buffet für 11€ mit einem Getränk. So zog ich mein Abendessen vor. Die kleine Stadt ist sehenswert. Ich habe mir noch die Zeit genommen durch die Fußgängerzone zu schieben. Es war wie in Deutschland, nur das die Preise anders waren. Hier direkt an der Küste und im Süden von Schweden ist die CP dichte höher. Ich wollte in der Nähe von Bãstad bleiben und fand einen Platz etwas abseits im Weg. Schön gelegen und sehr sauber.

Bezahlen muss ich erst am nächsten morgen. Der einzige kleine Minuspunkt: Es findet heute Abend ein Festival statt. Also Live Musik. Viele junge Menschen sind mit ihren Zelten hier. Die sanitären Anlagen, in Containern, bei den Zelten habe ich nur in Augenschein genommen.  Ich bevorzuge die festen und sauberen Anlagen weiter vorne.  Mal schauen was die Nacht heute bringt. Da es letzte Nacht regnete kühlte es auf 16 Grad ab. Bis zum Abend hin waren es dann doch wieder 21 Grad. Heute habe ich den letzen Rest der Tour geplant. Irgendwie bin ich einen Tag zu schnell unterwegs. Heute waren es 90 KM auf einer unvergessliche Strecke gewesen.