30.03.2019 Viana do Castelo nach Porto


Für meine Begriffe habe ich in der letzten Nacht gut und auch lange geschlafen. Erst um 9.00 Uhr bin ich aufs Rad gestiegen. Ich hatte mir ein erstes Ziel gesetzt und wollte dort so gegen 12.00 Uhr sein. In Póvoa de Varzim war ich dann schon viel weiter und hatte so 45 km auf dem Tacho. Heute am Samstag ist für die Familien großer Einkaufstag. Das habe ich auch bei LIDL bemerkt. Alles Kassen waren offen und ich stand mit meinem Saft und meinem Wasser natürlich ich der Schlange mit der meisten Wartezeit. Ich habe ja Zeit. Die Flache Strecke bringt mich schneller als kalkuliert voran. In der Großen Pause entscheide ich Porto heute noch zu knacken. Nochmal 35 Km. Das geht noch. Der Wind kommt leicht von hinten und die Straße ist gut zu fahren. So macht radeln Spaß. Auf dem Weg komme ich auch an Obdachlosen Siedlungen vorbei. Es ist schon schlimm das noch in Westeuropa zu sehen. Warum wird das Geld nicht sinnvoller für die Menschen eingesetzt? Auch in der Stadt finden sich viele Bettler. Ich denke die haben jetzt auch langsam Hochsaison. Es sieht an manchen Straßen doch sehr organisiert aus und erinnert mich an Deutschland. Durch die  engen Gassen zieht sich der Duft und auch der Rauch von den Maronen. Die Stadt ist jetzt schon gut mit Touristen gefüllt. Viele sprechen deutsch. Die vielen Schweizer fallen auch auf. Ich habe mein Hostel erste nach 20 Min suchen und erst durch fragen gefunden. Das „Best Guest“ Hostel in sehr Zentral. Ein Glückspilz war ich heute dennoch. Ich habe das letzte Bett in einem gemischten Vierer Schlafraum für drei Nächte bekommen. Und das ganze für zusammen  65.00 € inklusive Frühstück.  Ich dacht erst an eine Markthalle hinter den Imposanten Mauern. Als ich dann eintrat sah ich, das es der Bahnhof ist. Im hohen und breiten Vorraum befinden sich übergroße Motive aus blauen Fliesen an den Wänden. Die kleinen Bodegas hier sind teuer.  Ein Salat kostet 10.50€. Das ist ist mir zu teuer für einen Snack. Ich lasse mich noch ein wenig durch die Gassen treiben und suche mir für heute Abend ein schönes Plätzchen. Die nächsten Tage gehe ich ins Museum, schaue mir die Stadt an und organisiere die letzen Tätigkeiten für den Rückflug. Euch noch viel Erfolg beim Umstellen der Zeit und einen schadlosen 1. April. 

29.03.2019 Santjago de Compostella nach Vigo – Viana do Castelo

Heute habe heute ich mir einen kleinen Ruhetag verordnet. Na so richtig ruhen kann ich natürlich nicht. Habe den ersten Zug genommen um etwas näher an die Portugiesische Grenze zu kommen. Das mein Ruhetag erstmal mit fast zwei Stunden das Rads begann schieben startet habe ich so nicht gewollt. Bis 11.30 Uhr hatte ich schon 390 HM hochgeschoben und dabei „stolze“ 7,5 km geschafft. Eine lange Kaffeepause gönne ich mir oben auf der Spitze in der Sonne. Dabei denke ich an alle daheim die nicht in der Sonne sitzen können. Eine Runde Mitleid für euch. 

Es beginnt eine langsame Abfahrt auf den engen Straßen durch kleine Dörfer. Gesäumt von kleinen Gärten und Hängen mit Weinstöcken. Das macht Lust auf den Rotwein heute Abend. Irgendwann geht es an der Autobahn entlang. Bei der wunderschönen kleinen Stadt Tui verlasse ich Spanien über den Fluss Rio Mina auf einer Metallbrücke bei der ganz oben der Zug drüber fährt. Der Rio Mina wird mich heute noch lange begleiten und begeistern. Hier sind auch nochmal Pilger auf dem Weg nach Santjago de Compostella zu sehen. Es gibt ja nach dorthin viele Wege die als Pilgerweg ausgezeichnet sind. Am Vormittag Habe ich auch zwei Radfahrer gesehen. Zum Mittag freute ich mich auf einen leckeren frischen Salat. Deshalb bin ich extra einen Umweg gefahren um bei LIDL einzukaufen. Die Freude war umsonst. Es gab keinen Salat. In einem weiteren Supermarkt habe ich dann doch  was anderes leckeres gefunden. In Portugal bin ich an der N13 entlang gefahren. Das hat mit Tante Google vorgeschlagen. Das war gar nichts. Vorbei mit der Ruhe bei sehr viel Verkehr. Trotz des Seitenstreifens fühlte ich mich nicht wohl. Es sind mir viele LKWs aufgefallen. Die Abgase an den kleinen Steigungen habe ich verflucht. Irgendwann habe ich dann einen Küstenweg gefunden. Hier fühlte ich mich wohler und es war entspannter und vor allem Abwechslungsreicher. Stellenweise durfte ich heute gegen Wind ankämpfen. In einer Pause habe ich niedrig fliegend zwei Löschflugzeuge gesehen. Später habe ich auch die braunen Rauchsäulen am Horizont gesehen. Einige Kilometern weiter bei Caminha hat es gebrannt. Deshalb auch die Krankenwagen die mit Blaulicht vorbeikamen. Die Sonne brennt den ganzen Tag. Es läuft durch die gerade und fast ebene Strecke gut. Auf den Bergrücken sehe ich viele majestätische Windräder wie an einer Perlenkette aufgereiht. Jetzt am Fluss ist ein ausgebauter Radweg , ich habe ihn für mich ganz allein. Die Sonne glitzert und spiegelt sich auf dem See. Ab und zu eine Waldpassage mit unbefestigtem Belag der mich abbremst. Jedoch kühlt der Schatten der Bäume. Dazwischen Wege mit Kopfsteinpflaster. In der Ferne rieche ich den Rauch. Hier am Wasser muss ich mir keine Sorgen machen. Das Gracias ersetze ich jetzt durch ein männliches Obrigado, die Frauen sagen Obrigada. Auch hier gibt es die kleinen Bars für den Aperitif am Nachmittag. Ich möchte heute Fleisch da ich gestern in einem Vegetarischem Restaurant gelandet bin. Dort gab es kein Wlan wegen „Es soll hier jeder mit sich selbst sprechen“ und Kartenzahlung war auch nicht möglich. Die unangenehme Beschallung war Kirchenmusik. Es gibt Momente die mich an meine Grenze bringen. Schnell nach Portugal dachte ich mir so beim rausgehen.  An großen Gewächshäusern vorbei schlängelt sich der Weg durch die Dörfer. Die letzten Kilometer eine öde Einfahrt durch den Hafen bis zur Stadtmitte. Ich finde mein Hostel schnell und gönne mir heute eine Nacht ganz alleine. Mein Restaurant für heute habe ich auch schon gefunden. Hier gibt es das Pilgermenü für 12€. Das lasse ich mir heute schmecken. 

28.03.2019 O Burgo nach Santjago de Compostella

Mein erstes Zwischenziel bei dieser ersten Tour 2019 ist geschafft. Noch vor 12 Uhr bin ich nach langem Suchen in der hügeligen Stadt auf dem großen Platz vor der von vorne verschlossenen Catedrale angekommen.

Die Einfahrt nach Santjago de Compostella war so unspektakulär, das ich sogar mein Bild mit dem Ortsschild vergessen habe. Auf den letzten Metern Weg zur Kirche standen schon die Souvenierverkäufer an der Straße. Sie wurden von Straßenmusikern mit ihren Dudelsäcken, Flöten, Gitarren, Harfen und Quetschkomoden begleitet. Auch bei mir war heute das Fleisch willig jedoch der Geist schwach. So habe ich mir am Ende des Tages auch noch was „mitgebracht“. Nach der ersten Pause machte ich mich auf den Weg, um meine Pilgerurkunde zu holen. Den Ort musste ich erst einmal finden. Er war ca. 200 Meter vom Hauptplatz entfernt. Dort ging alles mit einer gewissen Gelassenheit, jedoch auch mit einem bürokratischen System von statten. Es waren drei Schalter besetzt und ich kam gleich dran. Nach der Ausweiskontrolle wurde das in Latein gehaltene Dokument mit einer entsprechenden Schrift mit Tinte ausgefüllt. Edel, edel. Jetzt hatte ich meine persönliche Pilgerurkunde und die war gratis. Ich durfte nur für die Transporthülle 2€ zahlen.

Jetzt auf zur Herbergssuche. Bei Booking.com fand ich ein Bett in einem acht Betten Zimmer für 12€. Die Herberge fand ich jedoch erst nach 45 Minuten beschwerlichem Suchen und nachdem ich im Geschäft mit der Hosteladresse nachgefragt hatte. Die freundliche Dame kannte das schon und schickte mich 200 Meter weiter zum richtigen Haus. 

Ich versuche jetzt mal zu beschreiben was mir nach 15 Minuten des Herunterfahrens und wieder zu mir kommens auf dem Platz alles aufgefallen ist. Fremde Menschen umarmen sich und küssen.  Die Gruppen entwickeln alle ihre eigene Dynamik. Sie stellen sich mit einem Bein auf das im Boden eingelassene Symbol, rufen lauthals ihren „Motivationsruf“ und werfen die Arme nach oben. 

Andere fallen auf den Boden und beten. Wieder andere küssen die Steinplatten. Es sind alle überglücklich und weinen zum Teil. Alle machen Fotos und Selfies. Sie klatschen sich gegenseitig ab und tanzen. 

Manche tagen ihre Landesfahnen am Körper oder am Rucksack. Ein weiterer Radler ist auch noch da. Es folgen im Laufe des Tages noch einige mehr.

Eine ältere Frau kniet vor der Treppe und betet laut schreiend die Hände zum Himmel gestreckt. Junge Frauen springen für das perfekte Foto mit angezogenen Beinen in die Luft.  Woher nehmen Sie noch die Kraft? Fleißige Weber versuchen mit kleinen Zettelchen ein Zimmer am Platz zu verkaufen. Und dieser Krach. Gegenüber der Kirche findet eine lautstarke Demonstration in den Arkaden statt. Ich weiß nicht worum es geht. Es nervt einfach nur. 

Viele organisierte Bettler jammern laut vor sich hin. Immer wieder kommen neue Pilgergrüppchen an. Viele sind auch alleine und in sich gekehrt. Die Köpfe der Pilger sind rot und die Beine und Glieder schmerzen. Man hilft sich gegenseitig die Krämpfe aus den Muskeln der Beine  zu ziehen. Die Rücken sind von dem schweren Rucksack verschwitzt. Die Pilger teilen sich jetzt in zwei Gruppen auf. Die einen, die in der Sonne bleiben.  Die anderen, die sich in den kühlen Schatten flüchten. Gegenseitig wird sich beklatscht. Selbst auf Krücken gestützt kommt ein Pilger langsam angelaufen.  Es ist teilweise nicht in Worte zu fassen, was Menschen auf sich nehmen. Eine junge Frau vor mir weint schon eine halbe Stunde vor Schmerzen. Sie hat Blasen an den Fersen und kann nicht mehr. Auf die Stöcke gestürzt humpeln ein paar Mädchen für das Foto in die Mitte des Platzes. Gemein sind die Treppenstufen auf der anderen Seite der Kirche am Nebeneingang. Diese muss man nehmen, um in die Kirche zu kommen. Das tut nochmal so richtig in den Beinen weg. Bei mir im übrigen auch. In der Kirche habe ich meine obligatorischen Kerzen angezündet.

Es gelang mir jedoch nicht die Ruhe und Einkehr zu finden, die ich suchte. Der Grund war einfach, das die Kirche von innen restauriert wird und es keine Sitz- und Ruhemöglichkeiten gibt. Wie gesagt, ich habe versucht das heutige Geschehen zu beschreiben. Es ist mir jedoch nur am Rande gelungen. Solche Situationen und Momente im Leben muss jeder selbst erleben und gesehen haben.

27.03.2019 Baarmonde nach O Burgo

Die ersten versprochenen Überweisungen sind auf das Konto des Mukoviszidose e.V. in Kassel eingegangen. Danke an dieser Stelle dafür. Ich denke und hoffe es werden wie immer einige Euro nachkommen. Unter Hundert Kilometer bis zum Ziel. Langsam radeln und genießen oder der Freude freien Lauf lassen und so richtig in die Pedale treten? Ich weiß es jetzt um 10. 00 Uhr noch nicht! 

Morgens ist es noch sehr kalt. Auch heute morgen bin ich mit kurzer Hose aufs Rad. Schon nach einem Kilometer sind mir meine Finger eingefroren. Abwechselnd steckte ich die Hände in die Jackentasche. Eine Wiese am Weg hatte Reif. Ich freute mich auf die erste Pause und den leckeren Kaffee. Ein Brötchen und Salami dazu hatte ich mir schon gestern Abend besorgt. Die ersten Stunden hatte ich wenig Verkehr. Der nahm gegen Mittag dann stetig zu. Ich genoss die langen Abfahrten in der Sonne. Das Trockene Laub roch so gut. Aus den Felden am Straßenrand floss das Wasser in kleinen Rinnsalen bevor es in der Kanalisation verschwand. Die Fußgänger am Straßenrand und die Menschen vor Ihren Häusern wünschen „Bon Camino“. Einige Autofahrer heben den Daumen und Hupen. Ich lächle mal mehr mal weniger gezwungen zurück. Das spornt mich an. Heute brauche ich wieder zwei Stempel. Den ersten bekomme ich noch vor 12.00 Uhr an einer geöffneten Albergue. Danach die zweite Pause in der vollen Sonne. Per WhatsApp, über die Homepage und über den Messenger bekomme ich motivierende Worte geschrieben. Das setzt Kraft in mir frei. Hier ein Auszug aus einer solchen Nachricht:

„Genieße den Tag in Santiago de Compostela.

Schlafe dort auf jeden Fall eine Nacht. Das ist schon was besonderes und man sollte das schon auf sich wirken lassen.

Gehe in dich und vielleicht findest du ein Gespräch mit Gott.

Schaue dir das Glück von vielen und dir an. Ihr alle hattet den Willen und die Anziehungskraft war groß, es zu schaffen.

Der liebe Herr von oben passt immer gut auf dich auf, egal auf welcher Route du warst. Er hat dich immer gesund zurückgeschickt 😘

Sage ihm liebe Grüße und danke dafür 😇

Vielleicht passt ja doch eine kleine Kerze 🕯 in dein Handgepäck ☺“

Was soll ich da noch sagen?

Heute mache ich in der Nähe von Santa Irene meine letzte Pause. Morgen geht es gemütlich nach Santjago de Compostella. Auf meinen letzten 10 Km heute kreuzte sich der Pilgerweg häufig mit meiner  Strecke. Auf den KM bis hierher habe ich über 50 Pilger gezählt. Morgen werden es noch viel mehr werden obwohl es noch gar nicht die Hauptsaison ist. Ich werde euch berichten. 

26.03.2019 Mondõnedo nach Baarmonde

Oooohhhh, aaaahhhhhh, huuuuuchhhh endlich nach 10 km auf der Betonpiste und 490 HM weiter bin ich nach über 2 Stunden auf der N-634 wieder angekommen. Das war übrigens der offizielle Pilgerweg. Jetzt auf einer Höhe von 400 Meter angekommen. Das soll die nächsten Kilometer bis nach Adadín so bleiben. Dort möchte ich mir meinen ersten Stempel für heute abholen. In einer kleinen Bodega an der Straße wärme ich mich wieder auf und versuche trocken zu werden. Hier wird noch mit Holz in einem großen Ofen geheizt. Die Klamotten riechen schon nach kurzer Zeit nach Rauch. Die Dame ist heute nicht glücklich mit ihrem Feuerergebnis. Das Feuer zieht nicht so recht und es qualmt nur so vor sich hin. Bergauf schieben ist ganz schön anstrengend. Bis nach Abatin ist es nicht mehr weit. Jetzt geht es auch wieder zügig voran. Hier verpflege ich mich erstmal. In der Albergue nebenan wird noch renoviert und die Bauarbeiter haben keinen Stempel für mich. Schade. Also weiter. Am Ende des Dorfes ist eine Kirche. Sie hat jedoch geschlossen. Nächste und letzte Chance an diesem Ort vorbei. Ein Blick auf das Garmin zeigt mir den weiteren Weg. Ich schaue nicht so genau hin und nehme die falsche der rechten Straßen. Auf der kleinen, mit schnellem Asphalt versehenen Straße durch den Wald verliere ich mich in meinen Gedanken. Nach einer Stunde, die mit dem Schiebewind richtig Strecke durch die kleinen Dörfer und an Weiden vorbei gebracht hat, der Blick auf Google.maps ob noch alles so stimmt. Mist vom Weg abgekommen. Aber immer noch in Süd-West Richtung unterwegs. Ist gar nicht so schlimm.  Nur einige Höhenmeter mehr. Ich hab mich schon gewundert warum es keine Hinweise auf den Pilgerweg mehr gibt. Gegen 16.00 Uhr bin ich dann in der Albergue angekommen. Eine größere mit über 100 Betten, auch hier ist jetzt noch nicht soviel los. Gestern hatten 4 Pilger übernachtet. Wer heute kommt weiss der nette Herr an der Registrierung noch nicht. Ich bekomme ein Zimmer gleich neben den Duschen und dem WC. Ich nehme das Einzelbett. Also heute kein Bett über mir. Mal aufrecht sitzen in meinem Alter ist auch ganz schön. Das Rad findet im wunderschönen und möblierten Garten Platz. Hier muss es im Sommer herrlich sein. So nach und nach kommen weitere Pilger. Ich kaufe, nach meinem Nickerchen, pnebenan noch für Morgen was zum Essen und Wasser ein.  Ab 19.00 Uhr gibt es drei Häuser weiter eine Bodega mit leckeren Hamburgern, sagt Roberto der Herbergsvater. Ich vertraue ihm. Der Himmel ist im Laufe des Tages wolkenlos geworden. Der Wind hat alle Wolken weggeschoben. Unter meiner dicken Hose habe ich geschwitzt. Die Shirts waren auch alle Nass. Das kühlt mich schnell aus und das macht schlapp. In meinen Gedanken musste ich heute an die letzte Sitzung des Mukoviszidose Selbsthilfevereins in Kassel denken. Was da so an Problemen besprochen wurde können wir nicht betroffenen uns gar nicht vorstellen. Die Jungen Erwachsenen, über 18 Jahre,sollen jetzt in einer anderen Hessischen Stadt behandelt werden. Das bedeutet für die schon in Kassel Berufstätigen Menschen, neben ihrem schon engen Zeitplan die Medikation und die Therapien betreffend sich in den Zug oder das Auto zu setzen und dort auf einen Termin in der Sprechstunde zu warten. Hier fällt mir der Slogan des SoVD wieder ein. „Ich bin nicht behindert, ich werde Behindert“.

Das soll mal einer erklären. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen an dem sich Betroffene, Kliniken, Ärzte, Krankenkassen und übergeordnete Verwaltungsstellen zusammen setzen MÜSSEN und eine Vernünftige und für alle tragbare Lösung zu finden. Und das ganze mal so schnell es geht. Es gibt an dieser Stelle noch weitere Punkte die hier zu erwähnen und und zu klären währen. Das führt an dieser Stelle aber zu weit und würde mich noch mehr aufregen. Ich will bei dieser Tour ja berichten und nicht meckern. Ach ja.  Den zweiten Stempel habe ich doch noch bekommen. Ich erzählte dem Herbergsvater von meiner Situation. Er lächelte mich an und sagte zu mir. „Ich habe noch einen anderen, zweiten Stempel für dich. Machte die Schublade auf und drückte ihn auf das Papier.  „Made my day“, dachte ich und gab ihm gleich noch einen Euro Tipp. Noch zwei Tage bis Santjago. 

Trockenpause