D – 09.02.2013 Ingolstadt nach Regensburg (EV6)

Den ganzen lieben langen Tag, so dachte ich, habe ich Zeit mir eine passende Einleitung für den heutigen Eintrag zu formulieren. Das haute nicht hin. Der Geist ist mit anderen Dingen beschäftigt. Nämlich: Warum kommt aus meiner Wasser Trinkflasche nichts raus? Wo bekomme ich die Wasserflaschen mit warmen Wasser am Samstag aufgefüllt? Wie kann ich verhindern das sich der Raum zwischen dem Mantel und Schutzblech mit Schnee vollsetzt? Warum habe ich mein ISO Sitzkissen vergessen? Warum sind nur die geteerten Radwege geräumt? In Anbetracht das nur so wenig ja fast keine Radler unterwegs sind ist es schon ein Luxus in Deutschland zu dieser Jahreszeit Radzufahren. Viel Energie musste ich auf die Strecke vor mir richten. Unter dem wenn auch nur 5 cm hohen Schnee waren die nicht sichtbaren Pfützen mit einer kleinen dünnen Eisschicht bedeckt. Darunter war Wasser. Die ersten Male macht es ja noch Spaß wenn die Eisschicht knistert. Irgendwann nervt das ausweichen und korrigieren nur noch. Nach Kehlheim, hier hatte ich die 55 KM voll beschloss ich nur noch auf den parallel verlaufenden Staßen zu fahren. Die paar Kilometer Bundesstraße habe ich einfach nicht wahrgenommen. Es hat ja auch keiner gehubt. Ein Radler hat auch auf der kleinsten Bundesstraße Platz. Kurz vor Regensburg war ich noch auf der Nördliche Seite der Donau unterwegs. Eine junge Wanderin sagte mit das die Überquerung der Donau an einer Eisenbahnbrücke gut möglich ist. Das stimmte schon. AAABER. Der Weg ging direkt an den Gleisen entlang, war vereist, maximal 1m Breit, durch die Steinplatten konnte ich nach unten sehen und das in ca 30 m Höhe!! Das ist nix für den Robert. Hilft nichts. Da musste ich drüber. Meine Klamotten riechen immer noch nach meinem Angstschweiß. Das Wetter war in Ordnung. Immer so um die 0c. Unangenehm war der Fahrtwind bei Regen und Schnee bei Abfahrten über 30 KMH. Nachdem ich so gefühlte 500 HM nach oben geschoben hatte freute ich mich auf die Abfahrt. Das ist immer mein Highlight an den Bergen. Nach der Hälfte der Abfahrt hatte ich einen Eingeborenen mit sagenhaften 42KMH vor mir. Ich musste bremsen!! Überholen war mir zu gefährlich. An dieser Stelle bei der locker 65KMH möglich gewesen wären habe ich geflucht wie ein Rohrspatz. Um 17h habe ich mein gebuchtes Hotel in Regensburg betreten. Ganz ehrlich – ich konnte kaum noch sprechen und schreiben. Die beiden Rezeptions Mitarbeiterinnen habe mich behutsam wieder aufgetaut. Danke dafür. Zahlen muss heute zuerst der Günter € 86.00Euro für jeden Kilometer des ersten Tages. Heute habe ich 86.22 KM gestrampelt. Bei 520HM rauf und 556HM runter und das ganze in 6.00 H bei einer maximal Geschwindigkeit von leider nur 52.3 KMH. Macht einen Schnitt von für mich stolzen 14.3 KMH. Bis morgen.

4 Antworten zu “D – 09.02.2013 Ingolstadt nach Regensburg (EV6)”

  1. Oh Gott..hab den ganzen Tag in Gedanken mit Dir gestrampelt!! Bei den eisigen Temperaturen und dem Schnee hätte ich sicher geschwächelt…Hut ab und weiter!!! Bin bei Dir!!!

  2. Robert, wie hast du es geschafft an dem Schild vorbeizukommen und nicht die Alternative zu nehmen? Wenn du mir Details über den Auftauvorgang mit den Rezeptionsmitarbeiterinnen schilderst erhöhe ich die Summe von € 86.22.1 um
    € 13.77.9 auf € 100.00.0. Hoffe du hast heute gutes Wetter und Rückenwind.
    Günter

    • 2. Versuch zu Antworten also dazu gehoert nicht nur ein entschlossener Typ sondern auch ein edelstahlharter Wille und die Info das die faehre erst wieder ab Karfreitag faehrt!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Unterstütze uns mit deiner Spende

Kontoinhaber: Mukoviszidose Selbsthilfe e.V. Kassel
Sparkasse Waldeck-Frankenberg

IBAN: DE85 5235 0005 0000 1356 08
BIC: HELADEF1KOR

Verwendungszweck UNBEDINGT angeben: Freidurchatmen + Name des Einzahlers