09.08.2018 Weserradweg Lahde nach Bollen

Der letze Abend hatte es noch in sich. Als ich nach meinem orientalischen Abendessen auf den CP zurückkam würde ich noch nach Brötchen für morgens gefragt. Dabei kam ich mit der Dame die diesen Job, als Rentnerin für den neuen Besitzer dieses Jahr, mal so macht ins Gespräch. Sie hat mich doch glatt auf einen Malteser eingeladen. Da er so guuut nach Kümmel schmeckt wurde der Schnaps aus der schon halb vollen Flasche in einem edlen Glas warm eingeschenkt. Brrrrr. Es waren bestimmt 6 cl. So genau nahm es die Dame in ihren Zustand auch nicht mehr. Zum Frühstück hatte ich mit gestern Abend schon eine Bäckerei ausgesucht. Der Kaffee war lecker und die süßen Teile ebenso. So konnte ich gut gelaunt bei 23 Grad in den Tag starten. Bis nach Nienburg waren es gute 55km und ich hatte geplant dort um 12 Uhr meine Mittagspause einzulegen. 10 km vor Nienburg wurde es merklich kühler und windiger. Nur noch 3 Km und ich bin in Nienburg. Der Himmel öffnete seine Schleusen und es schüttete aus Eimern. In Nienburg suchte ich mir eine Kneipe um mich aufzuwärmen und zu trocknen. Dabei habe ich auch gleich noch das Mittagsangebot mit Nudeln verzehrt. Gegen 13 Uhr sollte der Wind sich drehen und aus Süden kommen mich schieben. Auf diese Vorhersage war auch wieder mal kein Verlass. Bis 16 Uhr hatte ich den Wind noch von vorne und der Seite. Meinen CP hatte ich mit in Höhe von Verden ausgesucht. Kurz bevor ich dort ankam habe ich gesehen das es nur noch 15 km nach Achim sind. Also nochmals mit Hilfe des jetzt vorhandenen starken Rückenwind kräftig in die Pedale treten. Der CP Deichkind in Bollen war schnell erreicht. Die Zeltwiese war gut gelegen und es gab neben Essen auch noch die saubersten und modernsten Sanitären Anlagen die ich bisher gesehen habe. Die Speisenkarte ist hochpreisig. Heute gibt es jedoch ein Grillbuffet. Die Salate und Beilagen sind in Chaifing dishes innen aufgebaut. Draußen grillt der Chef persönlich. Wäre da nicht der aufkommende Sturm gewesen. Kurz nachdem der Grill an war wurde es windig und dunkel. Nur Minuten später ging ein 30 Minuten Gewitter auf diesen Flecken nieder. Der Koch war durchnässt. Ich wollte draußen ein Foto machen. Jedoch kam ich nicht vor die Türe. Der Wind drückte dagegen und der Regen traf mich mit voller Wucht hat bevor ich draußen war. Dazwischen kam noch ein Radler aus Litauen an. Er war pitschnass. Der Boden im Lokal musste zwei mal gewischt werden. Nach dem Essen und nach dem Unwetter ging ich erstmal zu meinem Zelt. Es steht noch. Und ich denke es ist auch von innen trocken. Morgen habe ich weniger als 100 KM vor mir. Ich kann also ganz entspannt losradeln und am Ende der Tour muss ich auch kein Zelt mehr aufbauen. Irgendwo muss ich noch ein leckeres Fischbrötchen zu mit nehmen. Mal schauen wann mich morgen eines anlacht.

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