31.08.2018 Main/Rheinradweg Mainaschaff nach Inselrhein-Heidenfahrt

Wind Nord/Ost, Startbahn null-drei Bis hier hör‘ ich die Motoren
Wie ein Pfeil zieht sie vorbei
Und es dröhnt in meinen Ohren. Und der nasse Asphalt bebt. Wie ein Schleier staubt der Regen. Bis sie abhebt und sie schwebt, der Sonne entgegen. Ich war ja der Meinung das der Lärm von der A3 nach dem Abendessen nachgelassen hat. Doch jetzt hörte ich die Flugzeuge im Landeanflug auf Frankfurt. Sonst gab es in der Nacht auf dem wenig besuchten CP nichts besonderes. Auf der Zeltwiese stand am Abend nach meinem Essen dann doch noch ein großes Zelt. Pünktlich zum Sonnenaufgang ging mein Wecker. Wäre da mal die Sonne gewesen. Bei 14 Grad startete ich bei bewölkten Himmel in Richtung REWE. Dort gab es einen guten Kaffee und entsprechende kalorienhaltige Gebäckteile. Bis 12 Ihr gab es keine Sonne. Es war schon recht frisch an den Armen und Beinen. Die Strecke ging heute von einer kleinen in die nächste kleine Stadt. Auf das gekurve durch die bebauten Straßen hatte ich so gar keine Lust. Doch weit gefehlt. Von den Häusern habe ich kaum was gesehen. Der Radweg ging fast ausschließlich am Main entlang. In Offenbach fand ich den Idealen Platz für meine 90 Minuten Mittagspause an der Gerbermühle direkt an der Mainpromrnade. Der saubere und ansprechende Biergarten hat mich direkt vom Radweg auf die Terrasse gezogen. Die Speisenkarte beinhaltet regionale Gerichte und das ganze ist gar nicht teuer. Für mich ist es jedoch noch zu Früh für mein Essen. Gemütlich ging es durch Frankfurt auf super und breit ausgebauten Radwegen. Die Sonne wärmte von oben und lies Frankfurt am Main im besten Licht erscheinen. Bis kurz vor Höchst war alles im Lot. Dann habe ich mich auf meiner Radkarte falsch orientiert und bin, weil ich zu geizig war, nicht mit der Fähre gefahren, im Nirwana gelandet. Nur einen Kilometer weiter war ja eine Brücke über den Main. Das ich die Brücke nutzte war ja ok. Ich stand auf der anderen Seite direkt am Osttor der Chemischen Werke von Höchst. Und da war kein durchkommen. Ich kurvte durch die kleinen Straßen und bin fast auf die Umgehungsstraße gefahren. An einer Ampel fragte ich ein Ehepaar nach dem Weg. Der Mann erklärte mir nicht die Strecke. Vielmehr ist es vorgefahren und hat mich durch die verzweigten Straßen der Wohngebiete direkt am Schwarzbach entlang zum Main gebracht. Danke nochmals dafür. Ich hätte den Weg in keinen 20 Minuten selbst gefunden. Nur noch 25 km bis Mainz. Das diese wegen einer Umleitung durch die Weinberge führten hat mir keiner gesagt. Es ging zweimal steil Bergauf. Auch ein anderes Radlerpärchen fluchte laut vor sich hin. Der tolle Ausblick auf den Main von oben und direkt auf die mit vielen vollen Trauben behangenen Reben in den Hängen haben das wieder gut gemacht. Ich hätte mit fast einen Traube geklaut. Jedoch hielt mich die Erinnerung an eine sauere Traube bei Würzburg vor einigen Jahren im Oktober davon ab. Kurz vor Mainz gönnte ich mit einen sauer gespritzten Apfelwein. Der bekam mir gar nicht gut. Mein Magen rebellierte und mein Hirn wurde in der Sonne matschig. In Mainz empfing mich der volle Verkehr. Es machte mir keinen Spaß über die Brücke und dann noch auf einer viel Befahrenen Straße Richtung Bingen zu radeln. Nach 110 KM hatte ich meinen CP erreicht. Er liegt wunderschön am Rhein. Das Schnitzel ist auch lecker und reichlich. Das war es aber auch schon. Morgen geht es bei Ingelheim mit der Fähre auf die andere Seite des Rheines in Richtung Lahnstein.

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