01.09.2018 Rhein- / Lahnradweg Inselrhein-Heidenfahrt nach Fachbach an der Lahn

Ich hatte in der Nacht mein Zelt auf „durchlüften“ gestellt. Das war im nachhinein nicht gut. Schon um 3 Uhr wurde ich durch eine kalten Nase und kalte Füße wach. Schnell alles zugemacht und versucht weiterzuschlafen. Nur das gute Verstecken des Gesichtes im Schlafsack hat weitergeholfen. Bis zum Sonnenaufgang nochmal richtig geschlafen. So gegen 6 Uhr gingen die ersten zur Toilette. Ab dann war es mit schlafen vorbei. Ich rollte mich um 7 Uhr aus dem Zelt und fuhr um 8 Uhr schon vom CP. Es ging immer hinter dem Deich entlang Richtung Bingen. Vorbei an großen und gepflegten Plantagen mit Äpfel- und Pflaumenbäumen. Die Bäume waren voller Früchte. Die Ästen hingen teilweise bis zum Boden. Manche Äste wurden sogar abgestützt. Die Früchte am Boden rochen nach mehr. Nein, ich habe keine geklaut.


Ich freue mich schon beim nächsten Einkauf im Supermarkt auf die Früchte. Dafür lasse ich die schönen und gespritzten Dinger aus China oder sonst woher gerne liegen. Die paar Cent mehr sind es mir wert. Es waren nur 8 km bis zur Fähre. Sie brachte mich von Ingelheim nach Oestrich-Winkel. Dort ging es immer am Rhein und der nahen Straße entlang bis nach Rüdesheim. Welch eine Überraschung! Ab hier war für Radler gesperrt und ich durfte erneut die Fähre auf die andere Seite nutzen. Das waren jetzt schon zwei mal 2,50 €. Der Kassierer auf der Fähre meinte das vor Lahnstein nochmal die Möglichkeiten bestehen um überzusetzen. Er bot mir auch gleich eine Zehnerkarte an oder über Koblenz zu fahren. Sind nur 15 Km mehr, meinte der Gute. In Bingen bin ich verbotenerweise durch einen Wunderschönen Park mit vielen Skulpturen gefahren. Das hat mich sehr beeindruckt. Irgendwo bin ich dann wieder rüber. Nach 50 km und noch vor 12 Uhr bin ich am Loreley Schieferfelsen vorbei.

Den Abstecher auf die Insel habe ich glatt wegen des starken Verkehres und dem Straßenseitenwechsel verpasst. Ich konnte die gute noch von der Straße ablichten. Meine Mittagspause machte ich nur kurze Zeit später in einem Biergarten am Rhein. Die Kilometer nach Lahnstein zogen sich. Ich wurde Müde und erschöpft. Der Radweg war nur teilweise angelegt und ich durfte oft über Kilometer auf die befahrenen Straße ausweichen. Diese Seite wird von mir nicht empfohlen. Oft sah ich die vielen Radler auf der anderen Seite. Diese hatte ich vor einigen Jahren schon mal mit Martina befahren. In Lahnstein machte ich erneut Pause. Jetzt war ich müde und schlapp. Der eintönige Blick auf die Schiffe am Rhein lenkten mich nicht mehr ab. Die Berge direkt rechts neben mir beachtete ich fast nicht. Es ist schon erstaunlich wie viele Schiffe den Rhein und in welcher Frequenz befahren. Alle 60 Sekunden kam ein neues vorbei. Ich stelle mir gerade vor das die Schifffahrt wegen Niedrigwasser eingestellt wird. Wie an einer Perlenkette würden die Schiffe am Rhein liegen. Welch ein Schaden für die Unternehmen. In Lahnstein genoss ich den Blick von der Lahnbrücke auf die Mündung.

Jetzt geht es die Lahn hoch. Mit Schiebewind aus Westen Der Bruder, der Gegenwind, hat mich heute fast den ganzen Tag geärgert. Nur noch gute 10 km bis zu meinem heutigen CP in Fachbach an der Lahn. Der beste CP für mich in diesem Jahr! Hier der Link dazu:

https://www.camping-beachclub.de/

Die Zeltwiese liegt etwas oberhalb des Platzes und bietet einen ungetrübten Blick auf die Lahn. Die sanitären Anlagen sind zu 100% in Ordnung und sauber. Die Mitarbeiter incl. den Besitzern sind kundenorientierte und super freundlich. Da kann nichtmal ich nicht meckern. Morgen geht es weiter die Lahn hoch. Mal schauen wo ich lande.

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