16.03.2019 Biaritz – Saint Jean de Luz

Auf zu neuen Erlebnissen und vielen Eindrücken. Dieses Jahr bleibe ich in Europa. Das eine Anreise von Zuhause bis zu meinem Startpunkt auf dem Rad in Frankreich gute 33 Stunden dauern kann ist schon der Hammer. Nach Taschkend ist man schneller Unterwegs. 

In Kassel in den ICE nach Mannheim, 85 Min Aufenthalt, weiter nach Freiburg, 60 Min warten, weiter mit dem Bummelzug nach Mulhouse dort um 17.35 Uhr zum Schalter für die Buchung der Weiterfahrt. Nach 10 Min erkannt, wie befürchtet, das es nichts sinnvolles herauskommt. Also nach nebenan zum Autovermittelschalter. 

Der erste sagt gleich kein Auto zu haben. Er ruft dem zweiten hinter der Trennwand mein Anliegen zu. Der winkt auch laut ab. Aber der Kollege von Enterprise hat noch Autos, sagt er. Es ist jetzt schon 17.50 Uhr. Enterprise ist nur bis 18 Uhr auf und hat Samstag und Sonntag zu. Also schnell dahin. Noch in die falsche Straße gefahren und dann um 17.58 Uhr zur Tür rein. Um 18.20 hatte ich nach langem Jammern und feilschen mein Auto nach Biarittz. Der nette Herr hat mit mir das Rad mit auseinandergenommen und vorsichtig mit eingeladen. Nach guten 120 KM im Starkregen endlich trockene Straße. Ich bin noch knapp 200 weitere KM gefahren und habe mich dann in einer No Name Herberge mit Check in Schalter ins Bett gelegt. Das Belohnungsbier musste ausfallen. Der Automat war nicht aufgefüllt. Frust hoch drei.  Um 6.30 Uhr ging es dann weiter. Als das Auto dann endlich vollgetankt und abgegeben war ging die Reise auf dem Rad gemütlich los. Ich rollte langsam in Richtung Westen zur Küste. Die kleinen wenig befahrenen Straßen rollte ich gemütlich entlang. Es ging fast nur Bergab. Schon bald fand ich das erste Schild mit dem Eurovelo 1 Zeichen. Sogar eine gelbe Muschel war mit drauf abgebildet. Hier geht es lang. Der Küstenweg hat heute schon mal gezeigt wo der Hammer hängt. Ein stetiges auf und ab. Zwei Steigungen von über 15 HM auf 60 Meter. Da ist schieben die Alternative. Die Frische Luft und der Geruch nach Meer haben das wieder gut gemacht. Kommende Etappen werden noch Steiler und es sind auch Abschnitte mit Treppen. Das hat mir heute ein Radler erzählt der die Stecke schon im letzen Jahr gefahren ist. Er meinte es ist möglich auf dem Seitenstreifen hochzuschieben und das die Ausblicke unvergesslich sein werden. Ich lasse mich mal überraschen. Bis nach  Saint Jean de Luz habe ich es heute geschafft. Die Herbergsuche war schwierig da es hier sehr teuer ist. Ich denke in Spanien wird es in den Pilgerherhergen mit den Stockbetten günstiger werden. Ach ja, dafür muss ich mir noch einen Pilgerausweis für 2 € besorgen. Das mache ich morgen Mittag beim katholischen Pfarren in IRUN.  Wenn ich das Papier dann habe frage ich ihn wie es seiner Frau geht. 

Eine neue Funktion habe die ch der Seite noch hinzugefügt. Wer sie findet kann es mir mit der Kommentarfunk
tion gerne mitteilen. 

 

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