27.03.2012

Es ist kalt. Die ersten Vögel zwitschern. Sind es die neuesten ornithologischen Nachrichten oder der “Guten Morgen Gruß“ an den neuen Tag? Wir Menschen werden es wohl nie erfahren. Der feuchte Nebel liegt über Lohfelden. 6 Uhr. Das Rad ist gut im Auto verzurrt und das Gepäck ist auch schon seit gestern Abend verstaut. Schnell noch den heißen Kaffee und die Brötchen eingeladen. Jetzt geht es in Richtung Atlantik los. Auf der Höhe von Soest sehe ich im Rückspiegel die Sonne aufgehen. Ein herrlicher Anblick. Ich werte es als ein gutes Zeichen. Wenn das Wetter in den nächsten 14 Tagen so wird, wie es die Sonne heute Morgen verspricht, kann nichts mehr schiefgehen. Um 14 h sind wir an Paris vorbei. Die halbe Strecke ist geschafft. Um 17 h überqueren wir das erste Mal dir Loire. Die Vorfreude steigt an. Jetzt noch das Hotel finden und die Klamotten umpacken. In 11 Stunden geht es los. Meinen Startpunkt, die Brücke über die Loire und die Mündung habe ich schon aus der Ferne gesehen….

22.03.2012

Heute ist der Tag an dem ich die Packliste überprüfe. Habe ich nichts vergessen? So wie wir „alten“ das halt so machen wird erst einmal alles auf DIN A3 aufgeschrieben. Von oben nach unten wird nun abgehackt: Handyladekabel, Brille, Kopien der Dokument für den Brustbeutel, Trillerpfeife, Regenhose (wo habe ich die nur im Haus versteckt) und die Ohropax fehlen noch. Nur noch 5 Tage bis zum Start in St. Nazaire. Komprimierter Druck erzeugt Energie, das wird mich schon antreiben. Der Tag hat für mich auch noch angenehme Momente. Heute wird mir Jörg Z. den finalen Enturf für die Rad Shirts zeigen. Ich  bin sehr gespannt darauf. Es ist schon unglaublich wie viel Arbeit in einem solchen Logo und dem Aufbringen auf die Shirts steckt. Für mich ist das eine neue Erfahrung, doch Jörg geht professionell mit der filligranen Vorlage und dem Aufbringen der Vorlage auf die Shirts um. Hut ab. Auch die ersten Spendenzusagen aus dem Ausland, genauer aus Österreich, wurden heute avisiert. Wolfgang, der Robin Hood aus Österreich, der, der es den Reichen nimmt und den Armen gibt, hat eine Spende versprochen. Bei meinem Aufenthalt in Wien werde ich einen „Heurigen“ auf Ihn trinken. Freunde kann man beim Wort nehmen – oder? Jetzt noch die ganzen Sachen in den beiden Packtaschen sinnvoll verstauen. Gar nicht so einfach. Alleine die Medikament fliegen nur so rum. Die Lösung ist schnell gefunden. Alles in einer alten Frühstücksdose der Kinder verstauen. Nimmt kaum Platz ein, ist leicht und alles ist gut gesichert. Immernoch  der Gedanke – wo ist die Regenhose? Ich nehme sie nur mit weil es ja so ist, dass der Regen wenn die Hose dabei ist nicht einsetzt …. . So hofffe ich jedenfalls. Ich werde es hoffendlich nicht erleben.

Jetzt noch ein Wochenende ohne Rad und nur mit meiner Frau Martina verbringen. Einfach nocheinmal ausspannen.

Die Vorfreude steigt stetig.  Bald geht es los. Bis zum nächsten Block.