26.08.2019 Paludi nach Conegliano

Seit heute ist „Wellnessradeln“ auf dem Programm. Das ging schon damit los, dass unsere beiden Räder, nach dem Frühstück vor der Herberge in der Sonne für uns bereitgestellt waren. So einen Service habe ich noch nicht erlebt.

Wenig Autoverkehr hat uns heute auf den befestigten Straßen begleitet. Der letzte Pass die Sella di Fadalto wurde bei der Querung kaum noch wahrgenommen und war schnell vorbei. Die aktuelle Höhe ist jetzt im unteren dreistelligen Bereich. Martina war nach dem letzten Pass so richtig stolz auf sich und konnte sich vor Freude kaum noch beruhigen.

In Vittorio Veneto machten wir schon nach 20 KM unsere Halbzeitpause bei Cappuccino und leckerer Wurst. Der schöne große und zum schlendern einladende Wochenmarkt kam erst ein paar Kilometer weiter. Schade. In der Ebene angekommen, verlassen wir jetzt die großen breiten und steinigen Flussläufe. Wir vermissen das Rauschen und die Kühle.

Einmal hatten wir und eine Mutter mit zwei Kindern das Schild falsch gedeutet. Die Familie radelte vor. Der Weg wurde zum verwachsenen Pfad und zu guter letzt versperrte ein umgestürzter Baum den schmalen Pfad. Die Familie hatte die Räder schon drüber gehoben und stand ca 50 Meter weiter kopfschüttelnd am Weg.

Wir drehten um. Hier hatten wir aber alle den Kopf und die Sinne nicht eingeschalten. Gut das ich da nicht vorgefahren bin. Das Thermometer zeigt jetzt schon knapp 30 Grad, mit steigender Tendenz. Die sanften Hügel und die ebenen Flächen sind jetzt mit den Weinreben bepflanzt. Dick hängen die großen Trauben mit den kleinen prallen Beeren an der Rebe und bereiten den Wein oder den Prosecco vor.

Mit der Mittagshitze kam auch ein leichter angenehmer Wind aus Süden. So richtige Kühlung verschaffte er uns nicht. Die Vegetation wird jetzt zunehmend grüner. Die Berge werden kleiner und strahlen nicht mehr die Mächtigkeit der vergangenen Tage aus. Wir genießen in den kleinen Fotopausen am Straßenrand den Blick zurück auf die zurück gelegte Strecke. Wir werden die tiefblauen und tiefgrünen  Bergseen vermissen.

Oben auf den Hügeln sind kleine Festungen oder Burgen. Die Burganlage in Conegliano, oberhalb unserer Herberge, muss natürlich auch besichtigt werden. Schweißtreibend so wie wir noch keine Tagesetappe hatten, ging es per Peres die enge steinige Trasse hoch.

Von den Mauern strahlte die Hitze auf uns von der Seite. Oben angekommen dann der erste Prosecco der Proseccostraße. Das kleine Gläschen hat dann auch so richtig geknallt.

Da hat auch der leckere Vorspeisenteller keine Unterlage mehr schaffen können. Auch heute war die Beschilderung wieder optimal. Selbst bei den rasanten Abfahrten konnten sie gut gesehen werden. In unserer heutigen, klimatisierten Herberge angekommen wollte Martina das Rad mit dem Rest aus der Wasserflasche reinigen. Der Hotelier hat das gesehen und gleich einen speziellen Schlauch zum abspritzen der Räder gebracht. Jetzt haben wir bestimmt jeder 500 Gramm weniger zu transportieren. 😉


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