D – 27.08.2021 Wesselburen (CP) nach Heidenau (CP) 145 KM


Meine Nacht war sehr ruhig und es war trocken geblieben. Schon um 6 Uhr war ich wach und machte mich fertig für den Tag. Geplant war zu erst in einer Backstube unweit des Platzes gut zu Frühstücken. Was ich am Vorabend nicht sah war das es keine Sitzplätze gibt. So blieb mir nur das Gebäck und die Brötchen dort zu kaufen und in der Tankstelle nebenan meinen Kaffee zu erwerben. Gemütlich gefrühstückt habe ich dann auf einem Plastik Stuhl vor meinem Zelt. Heute Morgen habe ich mir eine lange Hose und ein Oberteil mehr angezogen. Der Wind, wenn auch 20 Grad warm, kühlte mich ganz schön schnell aus. Da haben auch die Pausen nicht mehr ausgereicht um warmzuwerden. Die meiste Zeit ging es auf dem Eurovelo 12 oder parallel daneben gen Süden entlang. Der EV12 ist ein Radweg von 7050 km und führt durch 6 Europäische Länder. Er beginnt in Schottland führt dann an den Küsten von England, Belgien , Niederlande, Deutschland bis nach Dänemark. Eine Teil bin ich heute an der Küste entlang geradelt. Dabei machte ich meine erste Kaffeepause in einer kleinen Bäckerei nach dem Übersetzen der Fähre in Glückstadt. Die Mitarbeiterin war sehr freundlich. Für jeden ihrer Stammkunden erfüllte sie die Wünsche. Ach für den ebenso gesprächigen Dieter aus der Siedlung hinter der Straße. Er kommt wohl schon lange zum Frühstück zu ihr. So bekam er auch heute sein Frisch zubereitetes Rührei, nicht von vier Eiern wie sonst, sondern mit fünf Eiern weil er heute Lust drauf hat. Ach ja, es durfte auch mehr Schinken sein. Dort auf der Zufahrtsstraße zur Fähre war mal richtig was los. Auf der anderen Seite des Kanals war bis zum Zentrum in den 80er und 90ern sogar eine Fußgängerzone. Nachdem die großen Schiffbauer zumachten und die Industrie abzog ist hier nix mehr los sagte die Mitarbeiterin zu mir. Dieter stimmte dem kauend mit vollen Backen und nickend durch ein Mhhhhm zu. Rechts von mir breitete sich die Elbe immer mehr aus. Die Wellenspitzen der Dame funkelten heute wegen den vielen Wolken am Himmel nur sehr selten. Ich genoss die spärliche Sonne. Ein dunkles Regenband verfolgt mich andauernd. Erst in Glückstadt nachdem ich durch die Straße am Deich mit den Häusern der sehr Wohl betuchten radelte die ich mir in meinem Leben mir nicht leisten und und bezahlen könnte und somit nur vererbt werden können begann es nachdem ich auf der Fähre war zu regnen. Es goss doch wirklich 30 Minuten wie aus Eimern Ich verbrachte diese Zeit dösend bei einem Kaffee im Unterdeck und bekam nichts mit. Heute bin ich zum dritten Mal am KKW Brockdorff vorbeigekommen. Noch immer war kein Mitglieder einer grünen Partei zu sehen die vorbildlich halfen mit ihren eigenen Händen tatkräftig am, durch sie mit zu verantwortenden, Rückbau mitzuarbeiten. Durch die Ebbe bedingt war kaum ein großer Dampfer zu sehen. Das größte Passagier Schiff sah ich auf dem NOK an der Fähre. Es war die Europa. Ab Wischhafen wollte ich den EV12 wieder folgen. Eine Brücke war hochgezogen und somit musste ich einen Umweg fahren. Viele Kilometer gelang es mir nicht mehr auf den geplanten Weg zurück zu finden. Mental war irgendwie der Wurm drin. Eine zusätzliche Pause gönnte ich mir in der Wisch. So richtig fand ich in meinen Radeltag heute nicht mehr zurück. In Stade verfuhr ich mich erneut. Im Nachhinein erinnere ich mich das ich hier schon einmal an der Strecke scheiterte. Nur der Blick in den Hafen mit seinen moderne Bauten blieb mir in Erinnerung. Die letzten Kilometer zogen sich. Irgendwann erblickte ich das Schild mit der Aufschrift „Bratwurst“. Meine Oase in der Wüste des Nichtseins. Ich buchte mir jetzt einen CP in Heidenau. Das waren noch fast 40 km und die Rezeption machte um 18 Uhr zu. Ist das in 2.5 Stunden zu schaffen? Da ich Frau Ahrend noch persönlich sehen wollte trat ich in die Pedale. Egal wo ich jetzt entlang radelte, der Regen war schon da. So war auch die Wiese auf dem CP sehr aufgeweicht. Macht nichts. Einen trockenen Platz fand ich doch. Die sanitäreren Anlagen gleich nebenan und einen Stromanschluss in der Nähe. Zum Essen läd heute aus Mangel an Alternativen der Grieche ein. Das Essen war reichlich, lecker und wurde warm und zügig von aufmerksamen Mitarbeitern serviert D


Mein Platz direkt am Fischteich.

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