17.07.2018 Täbris

Gestern Abend habe ich meine tolle schwarze Schirmmütze wieder gefunden. Ich hatte sie in den Verpflegungssack gelegt. Dabei habe ich festgestellt das meine kleine Spülmittelflasche zur Hälfte ausgelaufen ist. Gut das ich meine Nudelfertiggerichte alle nochmal in einer Zipp off Tüte von IKEA eingepackt habe. Trotzdem musste ich alles einzeln im fließendem Wasser abspülen. Bis morgen hat es Zeit zum trocken. Mal schauen was davon noch zu gebrauchen ist. Meine Berichte kann ich selbst nicht hochladen. Die Texte und Bilder werden nur über WhatsApp App zugestellt. Das übernimmt ab jetzt Franz für mich. Also nicht wundern wenn er als Ersteller angegeben ist. Totale Kontrolle des Internets durch die staatlichen Organe. Facebook geht hier auch nicht. Big Brother ist watching you. Nach einer ruhigen Nacht ging es heute wieder auf die Straße. Ich hatte mir eine kleine Route zusammengestellt und bin diese auch abgelaufen. Interessant waren die verschieden Straßen mit ihren speziellen Händlern und deren Waren. So gab es einen Straßenzug nur mit Rädern und Motorrädern. Autos wurden gleich auf dem Bürgersteig repariert. Eine Straße weiter gäbe es alles für das Bad und die Küche usw.. Häufig lief das Öl oder andere Flüssigkeiten gleich auf den Boden und in die Rinne. Die Rinne ist auch ganz speziell. Sie liegt neben den Bürgersteig und in die wird alles reingekippt. Gestern hat es an manchen stellen durch die Hitze stark nach Gülle gerochen. Heute weht schon den ganzen Tag ein leichter Wind bei bewölkten Himmel. Er vertreibt die verschieden Gerüche aus den Straßen. Den Basar habe ich mir auch nochmal angeschaut. Hier könnte ich mich den ganzen Tag herumtreiben und die Eindrücke auf mich wirken lassen. Immer wieder werde ich von Iranern angesprochen die mir „helfen“ wollen. Ein kräftiges und bestimmtes Nein Hilft da und sie ziehen wieder ab. Es gibt zu wenige Bänke zum ausruhen. Die Grünflächen werden alle gepflegt und abends bewässert. Das macht sich sehr gut in der Häuserflut. Diese Oasen sind für die Iraner schon am Morgen die Rückzugsgebiete. Überall wird gebaut. Ganze Viertel sind abgesperrt. Hoch ragen die Kräne in den Himmel. Die Metallskelette für die Hochhäuser ragen in den Himmel. Beeindruckend sind die verschiedenen Nüsse die hier angeboten werden. Schubkarren stehen davon an der Straße oder in den engen Gassen des Marktes. In den Gängen ist es zwar voll und es wird gedrängelt, jedoch ist es alles im Fluss und es entsteht kein Geschiebe. Ich finde auch die Ruhe in den Hallen angenehm. Einen Gang weiter geht es wieder mal nach draußen. Hier wirkt gleich der Lärm der Autos und Dieselgeneratoren auf einen ein. Durch die vielen kurzen Stromausfälle hat fast jeder so ein Ding. Einer nachdem anderen gehen dann lautstark und stinkend an. Heute habe ich mir bis 14 Uhr schon eine Blase gelaufen. Bis 18 Uhr Ruhe ich im gekühlten Zimmer. Dann geht es nochmal los. Jetzt gerade ist hier im Hotel auch der Strom weg. Sekunden später ist alles wieder ok.

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