19.07.2018 – Teil 2

In Teheran befindet sich am Bahnhofsvorplatz der große gelbe Eingang in die Metro. Erst ganz unten bevor der Einlass erfolgt ist es möglich das Ticket zu kaufen.
Die erste Bahn war sowas von voll. Ich habe dann die 5 Minuten auf die nächste gewartet. Beim einfahren habe ich schon gesehen, dass die Bahn vorne nicht so voll war. Also schnell dahin. Ich war schon drin als ich seeeehr langsam an den vielen schwarzen Burkas merkte das es das Abteil für die Frauen ist. Schnellllll wieder raus. Der nächste Zug war dann meiner. Es ging zügig in den vollen Wagen voran. Die Klimageräte waren auf 22 Grad eingestellt. Da tat meinem verschwitzten Körper nicht gut. Das umsteigen verlief bis zur letzen Umsteigemöglichkeit auch ganz gut. Hier nur musste ich 45 min auf den Anschluss zum Airport warten. Ich habe ja Zeit und kann mich wieder aufwärmen. Ich wurde von einigen Männer angesprochen. Woher, wohin, was kostet das Rad. Deutschland ah Alemagne, usw. immer die gleichen Fragen. Meist ist auch ein Bruder oder Schwager in München oder Düsseldorf.
Ein kleiner junge stand vor dem Rad mit leuchtenden Augen. Er hat sich nicht getraut sich auf das Rad zusetzen oder es anzufassen. Sein Papa hatte ihn dazu ermutigt. Er hatte einfach Angst vor dem orangen Ding.
War es in der Stadtmitte noch so voll das Gedrängel herrschte und geschoben wurde war es später entspannter. Bis ich am Flughafen war musste ich nochmals umsteigen. Es ging dann noch ca 10 Km weiter bis dorthin. Es zog sich unendlich lange. Jetzt kommt der Hammer. Ab der letzten Station musste ein neues Ticket bezahlt werden und zwar beim Eintritt in das Terminal. Nochmal 60 Cent losgeworden. Die üblich Frage nach Cash von Karte wurde auch hier verneint. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es gab auch keinen Lufthansaschalter zum umbuchen des Fluges. Das hat dann der Franz übernommen #franzkanns. Rüber zum Ibis Hotel. Keine 200m Luftlinie entfernt, mit einem Übergang direkt zu erreichen. Erste Frage kann ich mein Zimmer umbuchen? Ja! Kann ich mit Kreditkarte bezahlen? Nein! Ich bin ja in einem IBIS. Also die finale Frage. Haben Sie eine Lösung? Ja! Sagte die Mitarbeiterin und griff an‘s Telefon. Minuten später stand der junge Manager vor mir. Er stellte sich in perfektem Deutsch als Hasan vor und sagt er war viele Jahre in Deutschland und ist in Aachen aufgewachsen. Nachdem wir unsere Accorgeschichte ausgetauscht haben, ging es ohne Bürokratie weiter. Du bekommst jetzt erst deinen Zimmerschlüssel. Danach stornierst du die Buchung bei uns. Danach buchst du über www.apochi.com, mit deiner KK ein Zimmer bei uns. So einfach kann es gehen. Auf die Accorianer ist halt weltweit Verlass. Frisch geduscht, mit Kopfschmerzen gehe ich jetzt einen Burger essen. Ich kann sogar mit meinen letzten Dollar bezahlen. In der Zwischenzeit ist auch die Umbuchung des Fluges gekommen. Um 2.55 Uhr morgen früh hebe ich ab. Vorher noch die Taschen umpacken, in Folie einwickeln und das Rad einchecken. Bis 20 Uhr soll das alles fertig sein.
Morgen Nacht schlafe ich auf einen CP irgendwo in Hessen. Die Zusammenfassung dieser Reise folgt in kürze.

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