22.03.2019 Liendo-Hazas nach Santander

Als einziger Mann im Zimmer meiner gestrigen Pilgerherberge war es doch angenehm ruhig. Ich war schon vor meinem Wecker wach und auch Top Fit. Nach einem erfrischenden Apfel in der Morgensonne auf der Treppe der Herberge ging es erst einmal in eine Bodega um einen Kaffee und ein Sandwich zu essen. Gleichzeitig habe ich meinen Wasservorrat aufgefüllt. Wie erwartet ging es heute wieder die Berge hoch und auch weg vom Atlantik. Die Gegend wurde jetzt schon langweilig. Es gab kam nich etwas neues zu entdecken. Gegen Mittag machte ich meine erste längere Pause um mich zu regenerieren. Die Sonne war heute den ganzen Tag bei unbewölktem Himmel zu sehen und macht mir richtig Dampf in der Hose. Bis zum Abend hin war ich dann auch schön Wundgescheuert. Was meiner Laune nicht guttat. Bei meiner zweiten Pause gönnte ich mir eine spanische Fanta und bestellte einen gemischten Salat. Der Salat war richtig mächtig und mit Fischfilets und Spargel garniert. Der Fisch schmeckte gut, erinnerte mich aber sehr stark an den zurückliegenden Hafen und die Fischfabriken. Für das ganze habe ich inklusive Brot heute 9€ gezahlt. Bisher meine größte Ausgabe für einen Snack am Tag. In der Mittagshitze stand das Rad in der prallen Sonne. Das fand mein Gelsattel nicht so gut und ist geplatzt. Bis zum Ende der Reise hält er noch durch. Bedenke ich doch dabei, dass ich ihn vor einigen Jahren im letzten Radladen vor dem Nordkapp gekauft habe. Die Hitze und mein Wasserverbrauch nahmen zu. Zeitweise hatte ich 29 Grad beim schieben nach oben auf dem Garmin. Zwei mal bin ich unbeabsichtigt von der Route abgewichen. Die Konzentration lies nach. Blöd nur wenn es erst nach gute einem Kilometer weiter oben gemerkt wird. Also langsam wieder runter und richtig abgebogen. Kurz danach das gleiche Spiel. Dieses mal jedoch nicht so heftig. Bis nach Santander waren 60 Km geplant. 73 km sind es dann geworden. Die letzten Kilometer durch die Vororte waren gar nicht schön. Der Verkehr nahm zu und ich durfte an der Straße richtig gut aufpassen. Das machte mich müde. Noch dazu kam ein Brauner Fluss der richtig stank. Die letzten 15 Km waren am schlimmsten. Durch die Stadt an der Straße entlang mit den LKWS und immer konzentriert fahren und gleichzeitig auf die Abzweigungen achten. Irgendwann so um 16.30 Uhr kam ich an meiner Jugendherberge an. Nach mehrmaligem Klingeln öffnete niemand. Die haben wohl noch zu. Ich buchte bei Booking.com ein Hostel in der Nähe. Da bin ich jetzt erst einmal im sauberen 8 Bett Zimmer untergebracht. Bettzeug und Kissen sind auch hier schon mit dabei. Jedoch keine Waschmaschine. Die hatte ich mir heute im Laufe des Tages gewünscht. Mein Abendessen war heute auch ganz besonders. Ich sitze in einem Imbiss und bekomme kein zwei Gänge Pilgermenü mit Wein. Das sprengt mein Budget ganz schön. Morgen ist ein neuer Tag und er bringt bestimmt wieder was aufregendes für mich. 

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