23.03.2019 Santander nach Gijon / Muros de Nalón

Die Natur ist schon viel weiter.  Die Gräser sind saftig grün und die gelben Blumen leuchten auf den Wiesen und Hängen. Obstbäume stehen in der Anfangsblüte. Das Wetter wird mit bis über 20 Grad und 10 Stundensonnenschein immer freundlicher. Sogar ein leichter Ostwind, also von hinten ist vorhergesagt. Im Vergleich zu anderen Touren höre ich wenig Vogelgezwitscher. Macht sich auch hier in Nordspanien die Zerstörung der Umwelt schon so stark bemerkbar?in den Flüssen ist wenig Wasser. Manchmal mache ich dort rast und höre einfach nur dem monotonen rauschen und gurgeln zu. Die Ziegen, Schafe und Kühe haben alle eine Glocke um. Einen Bauern habe ich auf seine Glücklichen Kühe angesprochen. Ich sagte die haben alles so ein Lächeln im Gesicht. Er jagte mich dann von seinem Hof und rief mir Hinterher, das sie sich bei den Radlern die hier vorbeikommen oft Totlachen. Das ist erst letzte Woche passiert und er kann sich keine zwei Toten Tiere in einem Monat leisten……. In der Ortsmitten befinden sich an den Kreisverkehren viele Skulpturen, meist aus rostigem Stahl. Das hat alles mit dem hiesigen Erzvorkommen und der Stahlindustrie zu tun. Von den mächtigen Stahlinstalationen von Richard Serra die eine Fläche von mindestens zwei Fußballfelder einnehmen war ich in der Dauerausstellung des Guggenheim Museums stark beklemmend beeindruckt. Die Meterhohen, 5 cm Dicken Stahlplatten stehen einfach so, ohne Befestigung in sich gewunden herum und laden zum Begehen ein. Einige Stellen sind solche Engstellen das die Kleidung durch den Rost beschmutzt werden kann. Gegen 12,45 Uhr bin ich in Gijon auf mein Radgestiegen. Die 260 Km mit den über 3000 HM habe ich mich fahren lassen. In Spanien gibt es ein gut Vernetztes Routensystem. Die Bussfahrt hat 14€ und das Rad nochmal 10€ gekostet. Ich hatte danach ca 30 KM geplant. Geworden sind es dann aber wieder 50 Km mit 540 HM.  Die Sonne hat mich heute gefordert. Der Wind war mein Freund. Auf den Schiebestrecken genoss ich den Schatten der Bäume. In Avilés hatte ich meine Alberge geplant. Dort war ich am Nachmittag zu früh. Also was nun machen 90 Min warten oder weiter. Ich entschloss noch 15 Km weiterzufahren. Es lief ja alles gut und ich war fit. In San Martin de Laspra fragte ich nach einer Alberge.  Doch die war zu da der Besitzer krank ist. Der junge Mann an der Rezeption wollte mir gerne ein Zimmer für 49,50 € verkaufen. Ich fragte nach einer weiteren Option. Die Goggelte er mit sofort. Der Hacken: 25 KM zurück. Die jungen Leute haben oft keinen Lust und was nach schlimmer ist keine Kundenorientierung. Noch dazu kommt die aus dem Augen schreiende Dummheit und mangelnde Ortskenntnis. Ich habe heute nur wenige Pilger gesehen. Das ein oder andere Mal querten sich unsere Pfade. Um 18 Uhr hatte ich eine Alberge auf einem Berg gefunden. Es ist die Beste Alberge bis zum heutigen Tag. Ob das noch zu topen geht? Hier gibt es auch wie in den meisten Unterkünften und Restaurant Vierbeinige Haustiere die zwischen den Beinen rumlaufen. Zusammen mit dem Gebell ist das nicht so Toll. Mein Gipfelbier gab es sofort nach der Ankunft um 18 Uhr eisgekühlt aus der Dose und dem Automaten. 

Auch heute hatte ich das komplette Bettzeug mit im Preis dabei. Für 11 € bekomme ich hier ein sauberes Bett, eine heiße und säubert Dusche, eine Anständige Toilette und nochmal für 7€ ein Abendessen (Karottensuppe, Omelett mich ich habe vergessen was es dazu gibt, einen Salat und Wein soviel ich möchte) dazu. Es gibt hier sonst keine Möglichkeit außerhalb zu essen. Es sei den man geht den nächsten Berg nach Westen und auch wieder zurück. Sobald die Sonne verschwindet wird es auch schnell kühl. Mit einer kalten Nase mache ich jetzt erstmal Schluss und freue mich auf das Essen um 19.30 Uhr. 

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