22.08.2019 Sterzing nach St. Sigmund

Gegen 11 Uhr sind wir auf die Räder gestiegen. Wir freuten uns schon auf den Radweg. Der lag nämlich gute 100 HM unter uns. Die 1.5 KM lange Strecke wurde bei mir zu einer rasanten Abfahrt. Bei KMH 64 habe ich angefangen leicht zu bremsen. Es war so herrlich! Martina kam ein wenig später unten an und genoss den herrlichen Ausblick ins Tal und auf die Stadt Sterzing. Die ersten 5 KM ging es recht langweilig und eben an der vielbefahrenen Straße rechts von uns entlang. Links neben uns die rauschende Eisack. Bei Stilfes dann der erste Weg im Wald auf gut befahrbarem feinen Schotter. Die leichten Steigungen und Abfahrten machten uns auf den Ebikes viel Freude. Es gab viel zu sehen. Links von uns war leider die Straße zu sehen und zu hören. Durch kleine Dörfer und einsame Höfe am Waldrand ging es immer in Richtung Osten. Auf einer Anhöhe genossen wir den Blick ins vor uns gelegene Pustertal.

Jetzt hatten wir schon 28 Grad und die hielten sich noch eine Weile. Gegen Abend wurde es dann sehr schwül. In der Nacht wird es dann wieder so richtig Gewittern.  Die Apfelplantagen standen wie Eingangstüren links und rechts am Radweg. Die saftigen satt grünen und leuchtend gelben Äpfel machten Lust einen zu klauen. So was machen wir aber nicht.

In Schabs auf dem Dorfplatz war eine Pause mit Cappuccino und ofenfrischem Apfelstrudel der Pausenfüller. So ein warmer Apfelstudel und richtige frisch geschlagene rahmhaltige Sahne dazu sind schon eine kulinarische Geschmacksexplosion. An dieser Stelle habe ich meine Kalorien heute nicht gezählt und vertraue auf meine Selbstdisziplin bis zum 30.08.2019 mein Wunschgewicht erreicht zu haben.

Kurz nach dem beschaulichen und zum verweilen einladenden Örtchen Mühlbach hatten wir das heutige Ziel schon vor Augen. Nach 14 km waren wir in unserer Herberge dem Sigmunderhof in St. Sigmund angekommen. Das Hotel liegt keine 200m vom Radweg entfernt und ist zu empfehlen. Wir haben gestern Abend noch eine Zimmer Anfrage gestellt und heute morgen die Bestätigung bekommen. Derzeit ist hier noch die Hochsaison. Entsprechend rar und auch teuer sind die Zimmer. In Cortina d‘ Ampezzo ist kein Zimmer unter 190€ im Internet verfügbar. Heute haben wir in der näheren Umgebung unsere Anfragen gestellt. Mal schauen wo wir morgen Abend unterkommen und vor allem wieviele Kilometer und Höhenmeter wir strampeln müssen. Es ist nur noch ein Pass auf 1500 HM zu erklimmen. Danach feiern wir Bergfest und es geht nur noch Bergab bis nach Venedig. 

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