23.08.2019 St. Sigmund nach Aufkirchen bei Toblach

Durch die idyllisch und hügeligen Radwege mal durch den noch feuchten Wald oder auch am kühlen Gaderbach entlang ging es stetig auf und ab.

Am Tagesende hatten wir fast 1100 HM erreicht. Bis nach Bruneck radelten wir gemütlich an der neuen Bahntrasse entlang. Es waren heute viele Radler unterwegs.  Eine kleine Gruppe der Radler haben wir schon vorgestern gesehen. Sie waren mit ihren Biobikes nicht ganz so schnell wie wir. Ab Bruneck änderte sich die Fliessrichtung des Baches. Jetzt hatten wir die Rienz als Begleiter neben uns.

Die Strecke nach Toblach vorbildlich ausgeschildert und ausgebaut. Es gab kaum Eng- und Gefahrenstellen. Im Mitterolang gönnten wir uns unsere obligatorische Kaffeepause, natürlich mit frischem Marillenstrudel und frisch geschlagener Sahne.

Am Olanger Stausee konnten wir den derzeit in Europa herrschenden Wassermangel gut sehen. Der Stausee war gerade mal zu 50% gefüllt und machte einen traurigen Eindruck auf uns.

Bis nach Toblach war es nicht mehr weit. Wir genossen die sich in der Sonne vor dem blauen Himmel aufwärts drehenden Paraglider. An so manchen Stellen konnten wir die Natur so richtig riechen. Es ist gerade die Zeit in der die Gülle auf die Felder gebracht werden muss. Ja, so ein Schnitzel oder Steak kann auch anders schmecken. Leider wissen das viele, gerade junge Menschen nicht mehr und schimpfen auf diesen Gestank. Mit ein paar Kurbelumdrehungen mehr ist dieser Geruch auch bald vergessen und vorbei. Vor Toblach sehen wir zu unserer rechten Seite die Ausläufer oder sind es schon die Dolomiten. Diese sich mächtig  vor und aufbauenden Felsen werden wir morgen erklimmen.

Am Nachmittag bot sich in der Sonne und ohne Wolken auf den Birkenkofel und Monte Cristallino ein schöner Ausblick. Morgen werden wir nach dem wir den Toblacher See passieren nach ca 6 KM den Aussichtspunkt „Drei Zinnen Blick“ erreichen. Auf diesen hoffentlichen Wolken und nebelfreien Anblick freuen wir uns schon. Heute haben wir unser Bergfest in der Herberge mit Schinken, Berg- und Heukäse und luftgetrockneten Kaminwurzen (Würsten) mit einem dunklen Brot gefeiert. Natürlich waren der landestypische Rotwein Lagrein, dass Felsbier und der wohlschmeckende Himbeergeist mit dabei.

Morgen haben wir eine Unterkunft in Vodo di Cadore gebucht. Was nach 20 KM stetig aufwärts und 350 HM auch 30 KM rollender Abfahrt auf dem Dolomiten Radweg mit sich bringt. Ein Tipp von vielen Radler ist diese Strecke ganz langsam zu genießen. 

Schaffe ich das? 

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