28.08.2019 Treviso nach Mestre

Das wird bestimmt alle Männer freuen. Es gibt einen Brunnen in Treviso aus dem Rot- und Weißwein sprudelt. Wirklich! So sagt es die alte Überlieferung. Einmal im Jahr zu Ehren der Männer die als Wanderarbeiter unterwegs waren und nach Hause kamen ordnete der Bürgermeister an, dass aus diesem Brunnen in Form eines Frauenoberkörpers drei Tage der Wein fließen soll. Das waren mal ordentliche Dekrete eines Ortsvorstehers. Ich habe den Brunnen natürlich gefunden. Wein kam keiner mehr raus, das kühle Wasser konnte ich trinken. Die kühlen dicken Dinger durfte ich nicht nur in Augenschein nehmen. 😉

Schon nach 1 KM waren wir wieder auf unserem Radweg. Die vorletzte Etappe bevor wir über die Verbindungsbrücke vom Festland in die Lagunenstadt gelangen werden. Zuerst ging es ein Stück auf dem Radweg an der hohen Festungsmauer entlang. Durch Brücken hindurch und über diese drüber folgten wir aus dem Zentrum der Sile. Die Sile begleitete uns so aus der Stadt hinaus. Immer oben auf den Damm oder über einen langen Steg direkt 1 Meter über der Sile ging es später im Schatten der Bäume und Sträucher Richtung Süden, Norden, Westen oder Osten. 

So richtig konnte ich das nicht zu jederzeit sagen. Die Sile mäanderte sich so durch die verwachsene und verzauberte Landschaft. An manchen Stellen meinte ich schon gewesen zu sein. 

Die Enten schnatterten am Ufer und einige Schwäne zogen majestätisch ihre Bahnen auf dem leise fließenden Fluss. Die Äste der Trauerweiden hingen satt grün in den Fluss hinein und verengten einige Male die Radstrecke. 

Auch hier ist wieder aufgefallen das kaum Müll herumliegt. Die Mülleimer am Wegesrand werden alle genutzt und auch geleert. Das konnten wir heute einige Male sehen. Und noch etwas ist uns besonders in den Pausen aufgefallen. Vögel. Es gab kein Vogelgezwitscher. Wo sind die Federtiere denn alle hin. Schon weitergezogen? Gibt es keine mehr? Das machte uns schon vor ein paar Tagen Sorgen.

So ging das die ersten fast 20 KM. Die Beschilderung war auf dieser Stecke wieder vorbildlich. 

Auf dem gut befestigtem Radweg ging es durch kleine Dörfer, durch Wiesen und durch Felder. Ganz ohne Steigungen sind wir in Mestre angekommen. In Quatro d‘ Altono kann ich den Friseur empfehlen. Für 15€ habe ich mich hier von meiner Matte in einem klimatisierten Salon befreien lassen. Diese Pause hat richtig gut getan. 

In Favaro Veneto gab es vor einem Supermarkt die Pause mit frischem kühlen Orangensaft und Gebäck. Das Thermometer zeigte in der Sonne 44,3 Grad. Bei unserer recht frühen Abfahrt zeigte das Thermometer schon 28 Grad. In der Mittagspause hatten wir dann im Schatten 34 Grad. Die leichten Schleierwolken verschafften auch keinen Schutz gegen die Sonne. Nach Mestre sind wir gut beschildert hineingerollt. Unser Hotel war vom Bahnhof aus gut zu finden. Jedoch war die Einfahrt nur ca. 80 Meter über den Zubringer zur Autobahn möglich. Das brachte ein mulmiges Gefühl mit sich. Im Hotel sagte man uns, dass es einen kleinen Weg von der Straße durch das Wohngebiet für Fußgänger gibt. Wir werden Ihn bei der Abreise gerne nutzen. 

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