07.11.2019 Nieheim nach Münster

Die Nacht im Hotel Berghof war sehr angenehm und ruhig. Das Zimmer war Top in Ordnung und alles war sauber. Zum Frühstück wurde ich nach meinem Wunsch für die Eierspeise gefragt. In solch einem Hotel habe ich diesen Service nicht erwartet. 10 Min später als geplant ging es bei 2 Grad im Nebel los. Schnell war ich aus der beschaulichen kleinen Stadt mit seinen 6000 Einwohnern raus und in Richtung Nord-West unterwegs.

Bis nach Schloß Holte Stukenbrock war irgendwie der Wurm drin. Ich habe meine grob geplante Route noch gefunden. Ein stetiges bergauf und bergab war die Quittung für die mangelhafte Vorbereitung an diesem Tag. Das fehlen des Regens und des Gegenwindes trugen trotzdem zur guten Laune bei. Meine erste 40 Min Pause legte ich in Detmold ein. Die Ladestation war direkt am Bahnhof in einer gut gesicherten Radgarage. Ich musste mir eine Pfandkarte für 3€ ziehen um reinzukommen. Drin habe es neben Stellplätzen für über 100 Räder auch Schließfächer zu laden der Akkus. Diese wurden mit 1 € aktiviert. Das Entgelt gab es jeweils am Ende wieder zurück. Vorbildlich wie ich meine.

Die Wartezeit verbrachte ich im warmen Bahnhof ganz bequem. In Gütersloh hatte meine App keinen Hinweis auf eine Ladestation. Ich ging in die  Touristen Info. Dort  googelte die Mitarbeiterin das Radparkhaus am HBF wohl eine Möglichkeit bietet. Dort kommt man aber nur als registrierter Nutzer rein. Einfacher und Kunden- und Serviceorientierter wäre die gut sichtbare und leicht zugängliche Steckdose im Tourismus Büro gewesen. Hausaufgabe im Office nicht gemacht!! Am HBF lud ich in einem zugigen  Café mit schmutzigen Toiletten meinen Akku und versuchte mich zu erholen. War aber nix. Weiter ging es nun sehr gut ausgeschildert nach Warendorf. Natürlich beim losfahren mit Regen. Nach 1 KM zog ich meinen Poncho über und radelte los. Es hat so gar keinen Spaß gemacht. Am anspruchsvollsten war die kurze Passage durch ein Waldstück. Das war eine Schlammschlacht ohnegleichen. Das Vorderrad rutschte ständig weg und die Schlaglöcher und Pfützen waren unter dem feuchten Laub nicht zu sehen. Langsam war ich dann endlich durch. Bei meiner Teepause erholte ich mich und es hörte auf zu regnen.

Bis jetzt hänge ich gute 15 KM hinter meiner Planung oder ich fahre jetzt schon 15 KM von den geplanten 125 mehr. Nach Warendorf ging es über Telgte nach Münster. Dort wollte ich vor Sonnenuntergang um 16.40 Uhr sein. Als ich dort angekommen bin war es schon dunkel. Jetzt noch die 14 KM nach Münster. Soll ich in der Dunkelheit fahren? Schnell war ich mit mir einig, dass es auf den guten und geraden Radwegen an der Straße gehen wird. Die vielen Radfahrer die mir entgegenkamen bestätigten das auch noch. Viele Kilometer vor Warendorf habe ich schon mal abgefahren, als ich auf dem Emsradweg unterwegs war. Den hatte ich vor einigen Jahren auch schon mal im November bis zur Nordeee und dann weiter nach Büsum gemacht. In Münster bin ich zu meiner Orientierung erstmal zum Bahnhof geradelt. Dort habe ich mein Bett im H.ostel gebucht. Danach das 8 Bett Zimmer beziehen, eine warme Dusche, das Rad in der Lobby abstellen und essen gehen. Heute bin ich früh in meinem Bett. Die 149 KM machen sich bemerkbar.

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