21.05.2020 Elmshorn nach Hochdonn am Nord-Ostsee Kanal oder Schafe zählen am „Vaddertach“

8.00 Uhr am Morgen. Ein herrlich Blauer Himmel, keine Wolke in Sicht und schon 12 Grad in der Luft. Es kribbelt in den Beinen. Jetzt endlich geht es los. Viele Jahre haben Michael und ich auf diesen Moment gewartet.

Heute geht es los. Den Weg aus Elmshorn kannte Michael auswendig.  Vorbei an den typisch Norddeutschen Einfamilienhäusern mit Klinker und dem steilen Spitzdach ging es gen Westen in Richtung Elbe.  Super schnell waren wir durch den von Osten kommenden leichten Rückenwind am Deich. Die Elbe lag mit ihrem seichten Flussbett direkt in der Sonne vor uns. Die Wellenspitzen des auflaufenden Wassers glitzernden wippend vor uns. Jo, jetzt vor dem Deich entlang zum ersten Pausenziel Glückstadt. Links die Elbe und rechts der grüne Deich. Nur die Absperrtore bremsten uns so dann und wann immer wieder aus. Schafsködel, so wird die Schafskakke in Norddeutschland und auch hier in Schleswig Holstein genannt, erforderten ein aufmerksames und vor allem wendiges Slalomfahren auf der Betonstraße. Rechts und links lagen oder grasten die vielen Tieren am Wegesrand. So maches dieser behäbigen Tiere hatte es sich in der Sonne auf dem Betonweg gemütlich gemacht. Klingeln wurde von ihnen ignoriert. Rufen mit einem blöcken erwidert. Es müssen hunderte dieser Tiere bis nach Brunsbüttel gewesen sein. In Glückstadt lud uns eine Bank an der Zufahrt zur Fähre zum Verweilen ein. Ein angrenzender Teich wurde um 10 Uhr schon von vielen Anglern belagert. Auch eine Möglichkeit den Vaddertach zu verbringen. Kurz vor Wewelsfelth erkannte ich ein Feld vor einer Brücke wieder. Vor vielen Jahren war ich mal im November hier unterwegs und genau hier standen die Palmen des Nordens. Fast 100 cm hoch und mit einem stattlichen Stiel an dem sich die leckeren Grünkohlblätter befanden die zum Herstellen meines Lieblingsessens im Winter so dringen nötig sind. Wenige hundert Meter weiter bremste uns die Klappbrücke aus. Wegen eines kleine Segelboots mussten viele Radler und auch einige. Autos viele kostbare Minuten warten. Weiter ging es dann in einer unglaublichen schnellen Zeit nach Brunsbüttel. An der Mole konnten wir den Lotsen beim besteigen der roten Schiffe zusehen. So ein „Ich will an Bord“ Vorgang dauert keine 120 Sekunden und schon ist das PS starke Schnellboot wieder Unterwegs zum nächsten Dampfer der vor der Mündung wartet.

Jetzt waren wir am NOK angekommen. Der Kanal gab die Richtung vor. Immer in Richtung Osten. Bis hier her haben wir 40 HM gemacht. Am Ende des Tages sollten es doch noch 59 sein. Der Weg am Kanal war mit zwei Betonstreifen rechts und links gut befestigt. Bis hier her waren kaum Menschen unterwegs. Ab hier war es fast wie bei einer Völkerwanderung. Viele Menschen auf  Rädern mit einem Motor, wenige mit einem Biomotor und auch einige mit Kinder- und Bollerwagen. Spaziergänger gab es kaum. Macht ja hier auf dieser Strecke nicht wirklich Spass. In den Pausen schauten wir den Fähren zu und genossen den Blick auf den Kanal und das gegenüber liegende Ufer. Schon um 14 Uhr waren wir in Klein Westerland auf unseren Campingplatz angekommen. Die Zeit bis zum Ende der Mittagspause genossen wir in einem Windstillen Eckchen in der Sonne. Der kleine Platz für die Zelte war schön eben und durch Hecken geschützt. Leider war die Bank und der Tisch sowie das Waschbecken so richtig dreckig. Nach dem Zeltaufbau und dem obligatorischen Bier kümmerte Michael sich um diesen Misstand. So konnte wir am Abend dort unser Schnitzel entspannt genießen. Später waren wir nochmal am Kanal und schauen den letzten vorbeikommenden Radlern zu. So mach einer hatte immense Probleme die Spur und das Gleichgewicht zu halten. Morgen geht es weiter in Richtung Rendsburg. Das Fleckchen Wiese für unsere Zelte haben wir schon gebucht. 

2 Antworten auf „21.05.2020 Elmshorn nach Hochdonn am Nord-Ostsee Kanal oder Schafe zählen am „Vaddertach““

  1. Hallo Robert,hallo Michael,das ist schön,dass Ihr Beide den Vaddertach zusammen begeht!!Ich freue mich immer,ab und zu von Roberts Unternehmungen zu hören.
    Wie wäre mal wieder ein Treffen 2021?
    Ich wünsche Euch noch ganz viel Spaß
    Dagmar

    1. Hallo Dagmar
      Es war st so richtig schön für uns beide das du bei uns bist. Wir denken gerne an die alten Zeiten mit dir zurück. Warum mit einem Treffen bis 2021 warten? Wir können ja schon mal mit der Planung beginnen. Mache einfach mal zwei Terminvorschläge ab September. Du hast ja die besten Kontakte zu den „alten“ Kollegen.
      Robert & Michael

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.