A – 20.08.2020 Strad nach Pfunds (Via Claudia Augusta – VCA)

In der vergangenen Nacht haben wir sehr gut geschlafen. Das lag zum einen am ruhig gelegenen Hotel zum anderen aber auch an uns beiden. Die Schotterstraße über den Fernpass hatte uns alles abverlangt.

Mit totmüde könnte man unseren Zustand gestern Abend beschreiben. Das Abendessen war einfach und lecker. An die Biermarke kann ich mich nicht mehr erinnern. War mir gestern Abend auch so was von egal. Was bringt uns der heutige Tag? Wir haben uns für heute nur 60 Km vorgenommen. Laut dem Bikeline Radführer sollte es auch so sein. Da wir direkt am Radweg der Via Claudia Augusta waren konnten wir ohne aufwendige Umwege gegen 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und schon 25 Grad starten. Anfangs ging es noch leicht bergab und durch schattige Wälder auf befestigten Waldwegen und Asphalt. Die kleinen Dörfer waren allesamt herausgeputzt, die Blumenkästen sind vollgepflanzt und die Blumen blühen in allen Farben. Das satte Gras wurde gemäht und der Duft vom frischen Gras stieg uns in die Nase.  

Beim Metzger wurde heute leckere Kochwurst gemacht. Dieser Duft aus meiner Jugend, der den Schlachtfesten gleicht,  begleitete uns noch gute 500 Meter. Dem Wind sei Dank. Links und rechts der Stecke bauten sich die hohen Berge auf. Ganz nah waren die Bäume und Sträucher zu sehen. Auf den Gipfeln konnten die Gipfelkreuze gesehen und erahnt werden. Der türkis grün trübe Inn begleitete uns die ganze Zeit. Sein Rauschen und die kühle Luft luden dazu ein die Beine oder noch mehr vom Körper zu erfrischen. Wir fanden leider keine geeignete Stelle um uns vor den Blicken der anderen Radler und Wanderer zu erfrischen.

Heute waren zum ersten Mal auch Radler mit vollem Gepäck zu sehen. Einige, in allen Altersklassen, kamen uns vollbeladen und mit ihrem Biobike entgegen. Ich ziehe vor jedem den Hut der diese Pässe, egal ob er teile davon schiebt oder alles erstrampelt, den Hut. Meinen vollsten Respekt. Auf den saftigen Weiden standen in der prallen Sonne die Rinder, Ziegen, Schafe und Alpakas. Unbeeindruckt schauen sie uns nach oder gar nicht an. Sie kauten vor sich hin und manches Mal kommentierten sie uns Radler mit einen platschenden Scheiss. Wir genossen unsere erste Rast im Wald auf einer Bank. Gleich daneben war ein Brunnen. Das Wasser plätscherte unaufhörlich in den hölzernen Trog. Es machte richtig Spaß darin die Arme zu kühlen und sich das Wasser über den Kopf laufen zu lassen.

Leicht zog sich die Strecke heute stetig nach oben. Mit den E-Bikes ist das ja keine große Herausforderung. Dank der mobilen Technik gelang es uns schon um 16.00 Uhr im Hotel Edelweiß in Pfunds zu sein. Jetzt genießen wir unser Terrassenbier und freuen uns auf die Halbpension am Abend.  

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