1. Mai 2021 Durcheinander – Geordnet – Durcheinander

Ein leeres Blatt Papier liegt vor mir. Ich will über meine Radreisen berichten, dabei die vergangenen Stunden des Tages Revue passieren lassen, meinen Gedanken freien Lauf lassen, sie mitteilen und euch alle an den Bildern in meinen Kopf teilhaben lassen.

Nichts geht!  Alles Leer?

Nach den vielen Monaten mit den unvorhersehbaren, nicht beeinflußbaren Ereignissen und allgegenwärtigen Ungewissheiten ist es leicht, sich gebrochen und leer zu fühlen. Aber genau aus diesen gebrochenen Teilen wird das Puzzle des Daseins wieder zusammengesetzt und ein neues Bild nimmt in uns und mit uns und um uns herum Gestalt an.

Ich freue mich schon darauf, euch die ersten Berichte meiner neuen Radreisen vorstellen zu können, die aus einer so komplizierten Zeit stammen und das, dass Ende dieser Pandemie für bessere, wieder unbeschwerteren Zeiten, für alle bald erreicht wird.

In meinen Gedanken beschäftige ich mich mit der Zeit, die viele von uns mehr oder weniger intensiv erleben: Vom Moment, der so viele Gewissheiten und vertraute Routinen in Stücke gerissen hat und der uns jetzt dazu bringt alles mit neuen Augen zu sehen und die eigene Zukunft mit veränderten Perspektiven wieder aufzubauen und neu zu konstruieren. Eigene Perspektiven sind nun sofort zu ändern und die Gegenwart ist neu zu interpretieren. Ich muss meinen Gedanken einen Raum für eine Zukunft lassen die dann immer noch anders als gedacht und unvorhersehbar sein wird.

Spreche ich von den Gedanken die ich in der für mich neuen Rubrik „Rekonstruktionen“ ablegen kann, deren Auswirkungen jedem von uns ansprechen, von Schwierigkeiten und Wiedergeburt, von Positivität und Optimismus, von Gesichtspunkten und Veränderungen, von Entscheidungen und vor allem von der Energie, die für den normalen Alltag benötigt wird. Jetzt ist die Zeit sich selbst Stück für Stück, Tag für Tag neu zu entdecken und sich verändert wieder neu gefestigt zu positionieren und während dessen sich selbst wirklich treu zu bleiben.

Vieles ist zerbrochen als wäre es aus Holz. Das Lebendige fehlt!  Die vielseitigen und uns antreibenden sozialen Kontakte verleihen uns nur einen Hauch von Energie.

Es sind jetzt einzigartige und unruhige Momente die mich beschäftigen: Der Frühling kommt, die Natur erwacht, der Muttertag steht bevor, Geburtstage wollen gefeiert, Reisen unternommen werden. Warten wir nicht alle bis zur letzten Minute um unsere Entscheidungen final zu treffen und uns mitzuteilen? Dieses mulmige Gefühl der verhaltenen und quälenden Unsicherheit  anderen mit seinen Entscheidungen nicht zu gefallen oder ihnen gar weh zu tun muss schon bald für uns alle enden.

Heute beginnt für mich der erste Tag in dieser neuen Zeit. Ich bin bereit ein aktives Teil zur Lösung des globalen Problems zu sein! Ich will zur Lösung beitragen, das Geschwätz und die abgewetzten und Inhaltlosen, unzeitgemäßen und unhaltbaren Phrasen der „anderen“ kann ich nicht mehr hören. Das kollektive jammern und schimpfen auf alles was andere entscheiden und uns vermeintlich einschränkt, will ich nicht mehr hinnehmen.

Ich nehme heute meinen schon so lang ersehnten ersten Impftermin wahr und freue mich schon meiner doch so selbstverständlichen, jetzt dann neu erlangten Freiheit ein klein wenig näher zu kommen.

I´ll never ride alone.

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