F – 29.03.2012 Nantes nach Angers (EV6)

„Papa, ich wünsche dir auf deiner Tour keinen Muskelkater, den du wahrscheinlich trotzdem haben wirst, gutes Wetter, besonders keinen Regen, immer ein gemütliches Bett und gutes Essen in den verschiedenen Orten! Viel Spaß, dass du nette Menschen kennen lernst, deine Ziele so erreichst, wie du es willst, dass du gesund und heile wieder kommst und ganz viel Spaß hast!“
Ich habe noch scherzend gesagt, dass wenn das so alles eintrifft, es ganz schön langweilig sein wird. Weit gefehlt. So gegen 17 h hatte ich mein erstes Rendevouz mit einem Kleinlaster. Der meinte, dass ein Stopschild nicht für ihn gilt. Mit Sicherheit spricht er kein Deutsch. Sonst hätte er mich für meine wüsten Beschimpfungen verprügelt. Hauptsache nichts passiert. Später nach ca 85 Km. Kaum bin ich auf dem Radweg in Richtung Angers gekommen, habe ich einen Sperrpfosten aus Holz mit der linken Lenkerseite gestreift. 5 cm weiter rechts und die Bremsen und Schaltung wären hin gewesen. Nur das rechte Knie macht jetzt Randale. Damit bin ich zwischen dem Vorderrad und dem Rahmen beim unfreiwilligen Absteigen hängen geblieben. „Morgen ist ein neuer Tag und alles ist heile.“ Das haben wir ja immer unseren Kindern gesagt. Jetzt ist die Zeit, dass es einmal von mir überprüft wird. Doch bis es ich soweit kommen konnte, war schon ein weiter Weg geschafft. Gleich beim Start heute morgen um 9.30 h war er wieder da. Er zeigte sich nicht und ich spürte, er wollte es heute noch stärker mit mir aufnehmen. Der Gegenwind. Nur langsam kam ich mit 12-15 km/h vorran. Die heutige Strecke ging überwiegend an einer deichähnlichen Strecke entlang. Hier könnte ich so richtig Strecke machen. Ich hätte in den Lenker beißen können. Der Rest der Strecke war sehr abwechslungsreich und für alle Sinne angenehm. Zweimal habe ich mich aufgeregt. Das eine Mal, weil die Strecke so bescheuert abgesperrt war, obwohl da noch Radler fahren konnten. Hebt mal ein vollgepacktes Rad über eine 50 cm hohe Absperrung und das gleich zwei Mal!! So ein Unsinn. Das andere Mal bin ich verträumt und in mich gekehrt plötzlich auf einer Holperstrecke gefahren. AUFWACHEN. Das war ein Schreck. Viele Tümpel liegen an den Nebenarmen der Stecke. Zur Zeit ist “Froschhochzeit“ mit den entsprechenden Konzerten angesagt. Dieser Krach hat mich Zuhause in Bayern so manche Nacht um den Schlaf gebracht. Ob das heute auch noch so ist? Ich habe ein Video gemacht. Mal schauen ob ich es hochladen kann. Boote. Kleine, große, reparaturbedürfige oder auch einige intakte, sind an der Loire zu finden. Nur kaum eines auf dem Fluss. Das kann sich am nächsten Wochenende ändern. Von den Hausbooten habe ich viel gelesen. Ich suche sie noch. Es begegnen mir heute viele Jogger. Ich muss an die Sportler vom FSK Vollmarshausen, Abt. Wintersport denken. Ist denn heute Laufen am Brand?
Alle fahren hier Rad. Von Kind, über den Jugendlichen, dem Geschäftsmann und der Oma und den Opa. Ich grüsse sie alle. Mit einem sehr freundlichen „Bonsoire“ wird geantwortet. Die Biker heben beim Vorbeifahren die Hand. Eine nette Geste. Das habe ich mir jetzt auch angeeignet. Eine Überraschung gab es noch für mich. Ein Schild zeigte den Weg nach rechts. Ich folgte brav. Es ging ca. 1 Km bergauf. Oben war auch ein Schild mit “Achtung 5% Gefälle“. Wo ist das Prinzip der gleichen Informationen für alle geblieben? Meine Mittagspause verbringe ich an einem wunderschönen Platz. Hier gibt es Tische, Bänke und Bäume. Erst verzehre ich mein Essen, danach wechsle ich die untere Radlerhose und danach mache ich noch 35 min. Mittagsschlaf. Was für ein Luxus. Die Erholung tut not und gut. Gegen 18 h komme ich fertig in Angers an. Zuerst versuche ich das Ibis Hotel zu finden. Im Hotel “weiß nicht mehr den Namen“ wird mir der Weg von einer freundlichen Mitarbeiterin erklärt. Dort angekommen fahre ich mir dem Rad vor die Rezeption. Es sind keine Zimmer mehr frei, sagt mir der nette Herr. Da ich in den Rechner schauen kann, glaube ich Ihm. Er bucht mir ein Zimmer im Mercure Congress zu einem top Preis. Bisher das beste Zimmer auf der Reise. Für die Statistiker habe ich heute nichts. Der Tacho ist im Zimmer und der Weg dahin ist mir zu weit….

Aufwachen - es geht auch so

Aufwachen – es geht auch so

Der erste Weinberg

Der erste Weinberg

4 Antworten auf „F – 29.03.2012 Nantes nach Angers (EV6)“

  1. hallo robert,
    habe eben alles gelesen was du schon erlebt hast.
    es ist sicherlich eine schöne reise und du wirst noch viel erleben.
    pass auf dich auf, deine familie braucht dich!
    wir denken an dich und wünschen dir alles, alles gute!
    viel spaß noch,
    edda und günter

  2. Hallo Robert
    ich verfolge Deine Berichte schon einige Tage. Du bist für Deine interesante Reise ein wenig zu beneiden. Ich wünsche Dir schönes Wetter und eine gute Reise. Die Frage an Walther A. kann ich für Dich stellen. Denn wir fahren in zwei Stunden zur Tauplitzalm in den tiefen Winter. Wie schon gesagt, bestimmt auch im Namen der anderen Wintersportler, eine gute Fahrt, wenig Gegenwind, viele schöne Stunde bis bald Udo

    1. Hallo Udo ich versuche das Antworten ein zweites Mal. Du bist ein echter Freund. Die anderen Skihasen checken zum Xten Mal die Ausrüstung und du bist bei mir. Helm ab. Kommt alle Heile wieder zurück.@ Beste Gruesse von Herrn Christ William

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