CZ – 26.06.2018 Egerradweg Karlsbad nach Briza bei Eger

Heute morgen bin ich nicht gut aus dem Bett gekommen. Die Beine waren schwer und das Bett so bequem. Mit einer Stunde Verspätung bin ich nach dem Frühstück gut gelaunt gestartet. Den Weg aus Karlsbad hinaus kannte ich ja schon von meiner Odyssee am Vortag. Heute hatte ich mit Abstand die besten Radwege an der Eger. Der Fluss mäanderte zwischen den Erhebungen des Böhmerwaldes hindurch. Ebenso verlief, fast immer, der Radweg. Schotter und unbefestigte Wege waren heute die Ausnahme. Ich genoss das plätschern des Wassers und die vielen Vogelstimmen. Der Kuckuck war wie immer dabei. Still zogen die Schwäne ihre Runden auf dem hier ruhigen Fluss. Dort wo die Eger angestaut wird finden sich wunderschöne Landschaften. Viel Platz für allerlei Freizeitaktivitäten. Auf dem Fluss bei Karlsbad waren einen Menge Kanus, Kajaks und Schlauchboote unterwegs. Viele der Menschen sprachen Deutsch. Der Fluss wird auch aus den Quellen die in den Hängen links und rechts der Weges emporragen gespeist. Das zeigen auch die vielen Pfützen und Schlammstellen auf dem Weg im Wald. Viele Male musste ich heute den Fluss überqueren. Das zweite mal fand ich gar nicht gut. Ich musste einen steinigen Weg mein Rad hochtragen. Also natürlich erst einmal alles, was noch vor nicht mal einer Stunde ordentlich verstaut wurde, wieder runter vom Rad und hoch zur Brücke tragen. Drei mal laufen. Zuletzt mit dem Rad. Dann alles wieder auf seinen Platz bringen und über die wackelige Brücke fahren. Fand ich nicht so toll. Ich habe mir verboten herauszubekommen ob es auch eine andere Route gibt. Es rollte heute ganz gemütlich dahin. Die vereinzelten Erhebungen mit bis zu 60 HM habe ich bequem hochgeschoben. Ich bin gut in der Zeit und habe heute auch genug davon. In Eger bin ich durch die Fußgängerzone gerollt und habe mich bei der Tourist Info mit einem Stadtplan versorgt. Ich habe mir den am weitesten von Eger entfernteren CP an einem Stausee mit dem Namen Skala ausgesucht. Er war ca 10 KM entfernt. Durch seine Lage war er auch nicht zu verfehlen. Die Eigentümerin ist Holländerin und hat mich erst mal in Ihrer Landessprache herzlichen begrüßt. Ich stellte klar das ich deutscher bin und erläuterte ihr meine Geschichte zu meinem Outfit. Beim Aufbau des Zeltes bemerkte ich das mein Kissen ganz unten in der Packtaschen lag. Das war sehr ungeschickt. Es war noch vom nassen Zelt vor ein paar Tagen total durchnässt. Es riecht sehr unangenehm. Das muss erstmal gut gewaschen werden. Gut das ich mir noch ein aufblasbares Kissen besorgt habe. Ich sitze jetzt hier unten am idyllischen See. Weit ab von den anderen Menschen. Nur die Antje, die Besitzerin, ist hier. Sie sitzt auf ihrem Aufsitzrasenmäher und mäht die Wiese am See. Warum zum Teufel muss das jetzt sein. Kippe im Mundwinkel und immer im Zick Zack über den Rasen. Was raucht die wohl? Morgen bin ich nach ein paar Kilometern schon wieder in Deutschland. Ich habe noch zuviele Kronen im Portemonnaie. Die werde ich für Weihnachtsgeschenke ausgeben. In 6 Monaten ist Weihnachten ja auch schon wieder vorbei. Jetzt noch eine kalte Dusche und dann noch direkt am See kochen. Auf mein Bier lasse ich mich heute später von den Holländern einladen. Das wissen die aber noch nicht.

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