Danke

Das erste Exemplar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

danke, dass du Freidurchatmen in die Hand genommen hast. Als Buch aus Papier oder als E-Book. Danke, dass du die Seiten nicht nur gelesen, sondern mitgegangen bist. Schritt für Schritt. Atemzug für Atemzug.

Dieses Manuskript ist unterwegs entstanden. Draußen. Im Wind. Auf dem Rad. In Momenten, in denen die Beine brannten und der Kopf plötzlich still wurde. In Landschaften, die weit waren und ehrlich. Morgens, wenn die Luft noch kühl war und nach feuchter Erde roch. Abends, wenn das Licht flach wurde, die Geräusche leiser und nur noch das Klicken der Kette und der eigene Atem übrigblieben.

Im Buch schreibe ich über genau diese Zustände. Über Gegenwind, der nicht nur von vorne kommt, sondern manchmal von innen. Über das langsamer Werden, wenn der Körper irgendwann entscheidet, dass Eile keinen Sinn mehr hat. Über Pausen am Straßenrand, über Brot, Käse, warmen Kaffee aus einem Becher. Über Gespräche, die nicht geplant waren. Über Stille, die erst unangenehm ist und dann trägt.

Viele von euch haben mir geschrieben, dass sie sich in diesen Passagen wiedergefunden haben. In der Erschöpfung. In der Klarheit. In dem Wunsch, nicht ständig funktionieren zu müssen. Eure Rückmeldungen, eure Fragen, auch eure Zweifel zeigen mir, dass das Buch etwas berührt hat. Das macht mich dankbar. Und ja, es macht mich stolz, weil es zeigt, dass Reduktion, Ehrlichkeit und Langsamkeit noch Resonanz haben.

Wir leben in einer Zeit, in der fast alles gleichzeitig passiert. Politische Schlagzeilen überschlagen sich. Krisen werden lauter kommuniziert, als sie oft verstanden werden. Der Ton wird schärfer, die Geduld kürzer. Viele spüren eine permanente innere Unruhe, ohne genau benennen zu können, woher sie kommt.

Freidurchatmen ist keine Antwort auf diese Weltlage. Aber es ist ein Angebot. Ein Gegenpol. Ein Raum, in dem Wahrnehmen wichtiger ist als Bewerten. In dem Fragen erlaubt sind. In dem nicht alles sofort eingeordnet werden muss. Im Manuskript schreibe ich bewusst über das Aushalten. Über das Nicht-Wegdrücken. Über das Gehen eines Weges, auch wenn man das Ziel noch nicht kennt.

Das ist für mich auch eine politische Haltung. Nicht laut. Nicht plakativ. Sondern ruhig, würdevoll und klar. Verantwortung beginnt nicht in Talkshows, sondern im eigenen Alltag. In der Art, wie wir zuhören. Wie wir mit Unsicherheit umgehen. Wie wir uns selbst und anderen Raum lassen.

Wenn du beim Lesen den Wind gespürt hast, das Knirschen von Kies unter Reifen gehört hast, den Geruch von Regen, Asphalt oder frisch gemähtem Gras wahrgenommen hast, dann warst du genau dort, wo dieses Buch entstanden ist.

Danke, dass du diesen Weg ein Stück mitgegangen bist.

Danke für dein Vertrauen, deine Offenheit und dein Weiterdenken.

Pass gut auf dich 

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