D – 28.05.2022 CP Moränasee zum CP Tankumsee an der Aller 69 KM Klo

Ich mochte ja noch nie den Raben aus einer Kinderserie in meiner Jugend. Heute Morgen hat er sich dafür gerächt. Gegen 6.30 Uhr flog er laut schreiend oder übermenschlich krächzend mehrmals im Tiefflug über die Zeltwiese. Als hätte der Regen in der Nacht und das nasse Zelt nicht gereicht um 7.00 Uhr freiwillig aufzustehen.  Wir genossen in der spärlichen Morgensonne, vom leichten Regen geschützt, unseren Kaffee auf einer wettergeschützten Bank gegenüber den Damen Sanitäranlagen. Welch eine Modenschau der Bademäntel und Schlafanzüge der Curvy Models. Wir haben uns verkniffen zu klatschen oder Nummern hochzuhalten. Einige Damen wünschten uns noch dazu einen guten Appetit. Unser erstes Ziel am Morgen war nach 16 KM Celle. Wir stellten unser Räder ab und schlendernden über den am Samstag stattfindenden Wochenmarkt und durch die umliegenden Straßen. Die gut erhaltenen und restaurierten Häuser erinnerten uns an Goslar und an manche Anekdote über die ich hier lieber nicht berichten möchte.

Beim Radeln über die Felder ist uns aufgefallen das hier die frisch gesetzten Kartoffeln schon sehr viel weiter im Wachstum fortgeschritten sind als die gleichen Früchte weniger als 100 km Nördlich. Liegt es am Boden oder an der Sonne? Dienliche Hinweise gerne in den Kommentaren. 

An vielen Spargelfeldern sind wir vorbeigeradelt. Dabei sind mir die vielen Felder mit den Asparagus Kraut aufgefallen. Das ist das Kraut für das ich vor 20 Jahren beim Gärtner noch viel mehr zahlen musste um einen Blumenstrauß voluminöser wirken zu lassen. Der König der Spargelbauern aus Elmshorn Herr Michael K. hat mir das dann erstmal erklärt wie die Spargelfruchtfolge funktioniert. Also im ersten Jahr wird der Spargel in einem speziellen Beet mit entsprechenden Abständen gesät oder gesetzt. Der gesetzte produziert im Übrigen ein Jahr früher die reife Frucht. Im ersten und zweiten Jahr wächst der Spargel aus den Beeten hervor und das „Grünzeug“ wird im Herbst abgeschnitten. Mehr nicht. Im Dritten (bzw. im zweiten) Jahr wird dann der Spargel am frühen Morgen geerntet weil dann die Geschmacks- und Aromastoffe voll entfaltet sind und der Kopf der Spargels ohne Sonneneinstrahlung die weiße Farbe behält.


Unser Lieblingswort des Tages war „RÜCKENWIND“ es lief heute so richtig rund. Die schweren Beine hatten es leichter obwohl so eine Überquerung einer Autobahn das letzte der Kraft und Energie aus und verlangte. Unterwegs hatten wir zwei Schauer auszuhalten. Den ersten ,kurz nach Celle, verbrachten wir in einer Bushaltestelle den zweiten irgendwo im nirgendwo verbrachten wir in einer geplanten Pause ebenfalls in einer geschützten Bushaltestelle. Hier wollten wir nur Pause machen der Regenschauer kam unangenehm dazu. Bei EDEKA Müller 19 Km vor Gifhorn legten wir die letzte lange Pause ein. Wir erledigten unseren Einkauf für den Abend und das Frühstück am Morgen. Jetzt kommt das kulinarische Highlight dazu. Wir gönnten uns aus der heissen Theke eine leckere Kasselerbratensemmel. Durch den anschließenden Kiefernwald ging die Route leicht ansteigend. Die angenehmen Gerüche, die guten Gespräche und die abwechslungsreichen Landschaften merkten wir diese Steigung gar nicht. Zum Abschluss des Tage und auch der Tour genossen wir noch das gute frisch zubereitete Abendessen beim Italiener auf dem Platz. Zu guterletzt gab es noch sundowner Bier mit Blick auf die super ebene Zeltwiese und den Campingplatz. 

Morgen sind es nur noch 30 km bis zum HBF in Wolfsburg und die Vadderdachstour 2022 ist zu Ende. 

Beim Sundowner haben wir schon mal die Eckdaten für 2023 besprochen. Es wird wieder spannend. Bleibt dabei und denkt immer an den Spendenbutton, dort sind für euch Leser die Bankdaten zum Spenden für die Mukoviszidose Selbsthilfegruppe Kassel e.V. abrufbar.

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