D- Lohfelden nach Potsdam 25.04.2022 3. Tag Blankenburg nach Nienburg an der Saale 72 KM


Catweazle der komische Kautz mit seinen mittelalterlichen Zaubereien und seinem Elektriktrick ging mir in der letzten Nacht nicht aus dem Kopf. Kurz vor dem schlafen hörte ich im Innenhofteich unserer edlen Herberge noch einen Frosch quaken. Nein es war doch kein quaken, es war das rufen einer Kröte. So dachte ich an die Kröten aus meiner Lieblingskinderserie in den 70ern. Quendola dachte ich wäre ihr Name. Doch weit gefehlt. Am nächsten Morgen wurde ich durch ein geklappere aus einen Traum gerissen und ich hatte plötzlich den Namen parat. Kühlwalda ist der richtige Name der Kröte. Das habe ich dann auch gleich noch zur Sicherheit gegoogelt.
Nach einem guten regionalen und reichhaltigem Frühstück ging es bei trockenem jedoch kalten Wetter gegen 11 Uhr los. Es fehlte uns heute unser drittes Kind „Windi“. Gut gelaunt radelten wir aus der Stadt den ersten Anstieg hoch.


Nach 3 KM begann dann auch schon die erste rasante Abfahrt. Noch lagen die Anhöhen in der Ferne im Nebel. Die Wolken hingen noch tief und bedrohlich dunkel am Himmel. Auf guten Wegen rollten wir förmlich dahin. Was kein Wind von vorne bewirken kann. Lachen und albernd rollten wir durch die Natur immer gen Osten. Teilweise durch Wälder, Wohngebiete und über Felder. Kaum ein Hügel stellte sich uns entgegen. In Thale genossen wir die Blicke auf die alte Bergstadt und konnten die Aufbauten für die baldige Walpurgisnacht beobachten. Ein Stück weiter kamen wir an einer Station für kranke Vögel vorbei.

Dabei ist mir aufgefallen, wie schwer doch die deutsche Sprache ist. So kann der Satz: „ Ich helfe kranken Vögeln“ doch verschiedene Themenbereiche behandeln. Die Tierschützer verstehen ihn etwa anders als z.B. die Mitarbeiter in Pflegeberufen oder die Sparte anderer körpernaher Dienstleiter. Nach geplanten 20 KM waren wir in Quedlinburg angekommen. In der Touristik Info (über dem Eingang hing ein Schild mit der Aufschrift: „Die FREUNDLICHE Tourist Info“) fragte ich nach einer Möglichkeit die Akkus zu laden. Der Mitarbeiter konnte zwar den Besuchern vor mir die Stadtführungen gut verkaufen, hatte jedoch für meine Frage und mein Anliegen kein Verständnis. „Sowas gibt es hier nicht, gehen sie doch in irgendein Café und laden da. Ich erwiderte das wir uns jedoch auch die Stadt anschauen wollten und wir deshalb hier sind. Das liess ihn kalt und das zeigte er auch durch seine Gestik und Mimik. Normalerweise hätte ich den Affen auf die freien und gut zugängliche Steckdosen im Raum angesprochen doch seine Art und Weise machte mich wütend. Fassungslos verlies ich zusammen mit einer anderen Dame, die vorher Karten gekauft hatte den Laden. Auch die Dame schüttelte den Kopf und meinte „ Das gibts doch nicht“ Made my day!! Meine Laune war im Arsch. Wir schoben mit den Rädern durch die Altstadt und fanden das Café in 7 Häusern. Dort genossen wir einen leckeren Käsekuchen, die Spezialität der Cafés und ein wärmendes Getränk. Die freundliche Bedienung brachte durch eine Bemerkung über mich, meine gute Laune zurück und rettete meinen Tag. In ihr habe ich auch erfahren, dass es nicht die Info der Stadt ist, sondern eine private. Trotzdem geht so ein gebaren nicht. Und jetzt ist es aber mal gut sagte ich beim schreiben an dieser Stelle um 23 Uhr zu mir. Heute Morgen half auch seit guten 30 Jahren von Herrn Doldinger gelernte Rat und Hinweis und seitdem mein Vorsatz mich erst um 22 Uhr aufzuregen nicht. Weiter ging es unspektakulär nach Staßfurt. Obwohl so unaufregend war es doch nicht. Der Radweg war an einigen Abschnitten schon gewöhnungsbedürftig. Teilweise war er nur ein schmaler Trampelpfad. Jedoch als Radweg „Deutsche Einheit“ ausgewiesen.

Ich will ja nicht meckern, es gab auch schöne Stellen, etwa am Fluss Bode, den wir an einigen Abschnitten folgten. An den naturbelassenen Auen mit vielen umgestürzten schon großen und durch die Sturmböen umgeworfenen Bäumen blühten in der Sonne jetzt die ersten bunten Blumen und Flora und Fauna erwachte aus dem Winterschlaf. Dazwischen immer eine einladende Bank. Eine davon musste ich im Foto festhalten. Sie war wie für mich gedacht und erinnert mich und ich hoffe doch auch euch an Freidurchatmen.de doch schaut euch das Bild an.

Sitzt da nicht ein Schutzengel für die an Mukoviszidose erkrankten Kinder?

Wir buchten am späten Nachmittag ein Zimmer im Bernstein Acamed Resort. Dort angekommen nutzen wir wieder die Sauna und genossen schwitzend dabei durch das große Fenster den herrlichen Ausblick auf den See , die Badestelle und den zum entspannen angelegten Garten. Von warmen und sprudelnden dezent beleuchteten Yacuzzi auf der Dachterrasse konnten wir den Sonnenuntergang in der herrlichen Ruhe beobachten. Der Abend endete im Restaurant bei einem schmackhaften Essen. Wo wir am Dienstagabend sind wissen wir nicht.

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