08.07.2017 Falkenberg nach Båstad

Die blonde Rezeptionistin von gestern Abend hatte mir nicht alles erzählt: Es fehlte die genaue Info wo sich das Zimmer befindet und das die Dusche und das WC außerhalb des Zimmers sind. Ebenso war der WLAN-Code so klein am Router angebracht, dass er mit der Seriennummer verwechselt wird. Meine schlechten Augen hatten viel Mühe die Kombination zu lesen. Das sagte ich der blonden Dame beim Check Out. Sie notierte teilnahmslos die Schlüsselabgabe und ging mit keinem Wort auf meine Hinweise ein. Kundenorientierung Fehlanzeige. Bevor ich sauer wurde verließ ich Kopfschüttelnd den Raum. „Heute wird mein bester Tag“ sagte ich um mich wieder runterzubringen.

Wurde er auch. Es ging immer mit dem mäßigen Wind von rechts vorwärts. Der Radweg war grandios ausgeschildert. Durch kleine Dörfer und vorbei an Gehöften durch Nadelwälder und fast immer in Sichtweite zum Meer. Einmal erwischte mich so richtig ein starker Regenschauer. Ich flüchtete mich auf einen Jägerhochsitz. So richtig trocken war der auch nicht. Von oben tropfte es herein. Immer noch besser als keinen Schutz zu haben. Meine Jacke war noch auf dem Rad. Sie zu holen hätte mir nichts gebracht. Bis zum Rad hätte mich der Regen vollends nass gemacht.

Mein Frühstück habe ich heute mangels der Möglichkeiten ausfallen lassen. In Halmstad machte ich um 12 Uhr meine Pause beim Griechen. Hier gab es ein Buffet für 11€ mit einem Getränk. So zog ich mein Abendessen vor. Die kleine Stadt ist sehenswert. Ich habe mir noch die Zeit genommen durch die Fußgängerzone zu schieben. Es war wie in Deutschland, nur das die Preise anders waren. Hier direkt an der Küste und im Süden von Schweden ist die CP dichte höher. Ich wollte in der Nähe von Bãstad bleiben und fand einen Platz etwas abseits im Weg. Schön gelegen und sehr sauber.

Bezahlen muss ich erst am nächsten morgen. Der einzige kleine Minuspunkt: Es findet heute Abend ein Festival statt. Also Live Musik. Viele junge Menschen sind mit ihren Zelten hier. Die sanitären Anlagen, in Containern, bei den Zelten habe ich nur in Augenschein genommen.  Ich bevorzuge die festen und sauberen Anlagen weiter vorne.  Mal schauen was die Nacht heute bringt. Da es letzte Nacht regnete kühlte es auf 16 Grad ab. Bis zum Abend hin waren es dann doch wieder 21 Grad. Heute habe ich den letzen Rest der Tour geplant. Irgendwie bin ich einen Tag zu schnell unterwegs. Heute waren es 90 KM auf einer unvergessliche Strecke gewesen.

07.07.2017 Fjäres nach Falkenberg

Diese Nacht war schon ruhiger. Es waren in der Nacht nur für ca. zwei Stunden Hubschrauber zu hören. Diese gehörten zu einer militärischen Übung hatte mir der CP Betreiber am Morgen erzählt.

Es waren insgesamt sechs deutsche Fahrzeuge am Abend auf dem Platz. Am Morgen um 8 Uhr waren die ersten vier schon wieder unterwegs. Heute früh war mein Zelt trocken. Das habe ich nicht erwartet. So kam es, dass ich mich gut mit meinem Cappuccino gestärkt auf den Weg machte. Mein erstes Ziel war Åsa. Ich erreichte es um 10.30 Uhr. Der Duft von frischen Teigwaren zeigten mit den Weg in die Bäckerei. Die beiden gut gelaunten Damen hatten gut zu tun. Die Auswahl von Brot, Brötchen und sonstigen Sahneschnitten und Teigwaren war riesig. Ein jeder musste eine Marke ziehen. Da der CP gleich nebenan ist, ist es eine gute Sache. Ich esse die ersten der drei leckeren Teile in den bequemen Korbsesseln vor der Bäckerei.

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06.07.2017 Lungälv nach Fjäres

Es war eine sehr unruhige Nacht, die mich heute morgen in den sonnigen Tag brachte. Hinter mir eine Art Bundesstraße und auf der anderen Flussseite die Autobahn. Die sanitären Anlagen waren wieder alt aber sauber. Das Abendessen gönnte ich mir im Restaurant. Es war für einen Radler so dürftig, dass ich nach dem leckeren aber überschaubaren Burger noch hungrig war.

Die Touristinfo gleich gegenüber öffnet um 10 Uhr. Pünktlich war ich da.
Ich wurde wiederum freundlich und allumfassend beraten. Die Karten waren wieder gratis. Es ging bei strahlend blauen Himmel die ersten Kilometer am Fluss entlang. In Ytterby machte ich an einem kleinen Café meine Frühstückspause. Das hausgemachte Gebäck ist hier der Hammer.

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04.07.2017 Malö nach Kungälv

Schon um 7.00 Uhr bin ich freiwillig aus meinem Zelt gekrochen. Es war schon richtig warm. Die Sonne konnte am wolkenlosen und blauen Himmel ihre volle Macht zum wirken bringen. Mein morgendliches „Cappuccino Ritual“ habe ich heute bis zur Vollendung gestaltet. So können jetzt alle Tage beginnen.

Keine 500 Meter und ich war schon auf der ersten Fähre des Tages. Drei Minuten später war ich wieder auf dem Festland. Ich wollte nicht mehr an der vielbefahrenen Straße langfahren. Ich beschloss einen Weg zu nehmen der auf der Karte an der Rezeption auslag. Immer den dunkelroten, fetten Strichen folgen und es geht in Schlangenlinien durch den Wald. Die Route war eine Touristen-Wander-Mountainbike Route – also gar nichts für mich.  
Das wurde mir erst klar als ich den ersten Aufstieg mit Motor (!) schieben musste. Die folgenden, ich weiß nicht mehr wie viele Kilometer, waren die Hölle. Es ging über ganz schmale Wege, durch hüfthohe Gräser, durch Matschpassagen und über Abertausende Wurzeln.

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