13.07.2018 Jerewan.

Zuerst noch die Gedanken und Notizen von gestern verarbeiten. Es gibt hier in diesem doch fernen Land jede Menge deutscher Autos. Angefangen von modernsten Reisebussen mit deutscher Aufschrift bis zu den vielen Bullis mit den noch vorhandenen Adressen der Firmen oder Campingbussen und Kleinbussen die hier als Transportmittel für eine maximale Anzahl an Personen genutzt werden. Ältere LKWS stammen noch aus den Beständen der Russischen Ähra. Es gibt wenige alte für uns schon als Schrottautos abgestempelte Wagen. Aufgefallen sind die Wagen mit dem Stern. Die meisten sind mit dunklen Scheiben und schon eher in der oberer Preisklasse angesiedelt. Optimale Nutzung der Straße ist immer möglich wenn auf zwei Fahrspuren sich vier PKW entgegenkommen. Wie schon erwähnt reichen 10 cm zum anderen PKW beim vorbeifahren aus. In den Bergen gibt es viele Steinmetze. Die aufgeschütteten Steinplatten am Straßenrand und die übergroßen Sägeblätter als Hinweis zeugen davon. Leider wird der Plastikmüll außerhalb der Stadt verbrannt. Der unangenehme beißende Rauch ist auf viele Kilometer sichtbar. Der Dunst verhüllt ganze Dörfer. So alle gefühlten 30 km konnte ich eine Herberge ausmachen. Alte LKWS und Baumaschinen werden auf Schrottplätzen neben den Straßen abgestellt und rostenden so vor sich hin. Die Steine zum bauen der Häuser werden hier auf dem Land noch aus Beton handgemacht. Es sieht aus als ob Legosteine gegossen werden. Habe ich schon erwähnt das viele Autos einen Gastank im Kofferraum haben?
Die ungesicherten Schlaglöcher haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Georgi konnte diese wohl auch nur mit der lauten Landestypischen Musik aus dem modernen Radio ertragen.Ein wenig Angst habe ich in den Bergen. Die Schattenspendenden Bäume werden mir sicherlich sehr fehlen. Es gibt viel Polizei Präsenz auf den Straßen. Das beruhigt ein wenig. Bei der Einfahrt nach Jerewan sind mir auch wieder die desolaten Hochhäuser aufgefallen. Ich glaube sie sind noch die letzten sichtbaren Architektonischen Zeugen einen nicht nachhaltigen sowjetischen Städteplanung. Die noch freien Flächen vor der Stadt sind allesamt vertrocknet. 70 Km weiter zurück waren die Felder noch alle saftig grün. Egal wir die Autofahrer auch rasen. An den vielen Radargeräten bremsen sie alle ab. Das funktioniert hier im Straßenverkehr recht gut. Heute morgen habe ich in meinem sechs Bett Zimmer gut ausgeschlafen. Die beiden Inder im Zimmer konnte ich nicht fragen ob es mit mit auszuhalten war. Sie sprachen kein Englisch. Um 12 Uhr konnte ich dann in mein Privatzimmer umziehen. Es ist schon was schöne Dusche und WC, wenn auch schäbig, im Zimmer zu haben. Den ganzen Tag hatte ich mir heute das besichtigen der Stadt vorgenommen. Es hat gut geklappt. An den Bürgersteigen vor den dem Westen nichts nachstehenden Geschäfte finden sich viele Skulpturen wieder. Einfach klasse diese auf sich wirken zu lassen Mein Höhepunkt waren heute die Treppenanlage einen Hügel hinauf. Hier wollte ich einen netten Deutsch-Armenier treffen um mit ihm gemeinsam die Treppen bei lauter Musik im Dauerlauf bis zum Ende erklimmt. Arthur Abraham hatte jedoch in Berlin zu tun und keine Zeit dafür. Schade, kein Bier zur Belohnung! Diese in den Berg getrieben Anlage hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Links und rechts der Anlage befindet sich im inneren das Kunstmuseum. Die hier gezeigten Exponate stehen den Objekten auf unsere Dokument in Kassel nicht nach. Erst als ich oben war habe ich den Eingang entdeckt. Mit Rolltreppen kommt man so von oben nach unten, oder auch umgekehrt. Leider machen diese in dem Tunnel einen enormen Krach. Das passt leider nicht so. Diese zwei Stunden hatten es in sich. Unten im Liebespark habe ich noch ein Radreise Pärchen getroffen. Sie kommen aus Frankreich und sind jetzt auf dem Weg zur Seidenstraße. Hier müssen sie jetzt warten da ihr VISA für den Iran noch fehlt. Gegen 16 Uhr ist es wie angekündigt stark windig geworden. Das brachte auch eine angenehme Kühle mit sich. Für morgen habe ich eine Tour zum Sewansee im Landesinneren gebucht.

12.07.2018 Tiblisi nach Jerewan

Heute morgen schwer aus dem weichen Bett gekommen. Aller Guten Dinge sind zwei und so bin ich gleich am Morgen, noch ohne Frühstück und Kaffee im Bauch, erneut zum Bahnhof geradelt. Da war ich wohl ein wenig zu schnell unterwegs. Bald meldete sich das Gehirn mit ein Schwindel und schwarzen Sternen im Kopf. Also ab jetzt ganz langsam. Am Schalter in der 4. Etage zig ich wiederum mein Ticket und kam auch sofort dran. Das gleiche Prozedere wie gestern. Gewünschten Zug genannt und nach der Radmitnahme gefragt. „Bitte gehen Sie zum gelben Telefon und rufen die 1331 an. Dort kann man es Ihnen sagen. „Ja ein Ticket in der dritten Klasse ist kein Problem. Das Rad müssen Sie mit dem Schaffner vor Ort klären. Sie müssen aber auch einen Fahrschein für das Rad kaufen.“ Auf Deutsch heißt das für mich. Für den Nachtzug um 22.15 Uhr zwei Tickets kaufen, kein Hotelzimmer buchen und ggf. Hundemüde und kaputt am Bahnsteig stehen bleiben. Nein, mache ich nicht. Das Telefonat hat ein Umtriebiger Georgier mitbekommen. Er sagte das es die Möglichkeit nach Jerewan zu kommen mit der Matruschka um 11 Uhr für 24€ mit Rad gibt. Er brachte mich nach unten zum Fahrer und wir waren uns schnell einig. Zurück zum Hotel und die Packtaschen holen. Dazwischen noch eine Kleinigkeit essen das ganze recht langsam. Ich hatte noch fast 2 Std bis zur Abfahrt Zeit. Erneut am Bulli angekommen konnte ich in aller Ruhe das Rad vorbereiten. Vorderrad raus und Lenker gerade stellen. So passte es genau hinter die letzten Sitze rein. Dann noch Getränke und was zu essen besorgen. Kurz vor 11 Uhr ging es los. Noch an einem Hostel vorbei und einen jungen Amerikaner mitnehmen. Dann vor der Autobahn noch ein 10 Minuten Stopp. Hier waren auch keine weiteren Passagiere mehr. Also nur zu dritt nach Jerewan. Die Fahrt ging erst auf einer gut ausgebauten Autobahn zügig voran. Vorbei an den kargen Bergen und auf der anderen Seite den teilweise stark heruntergekommenen Vorstadtsiedlungen. In den Hochhäusern sind die oberen Etagen schon am einfallen und ohne Fenster darunter wohnen noch Menschen. Unfassbar. Es dauert das zu begreifen. Was 10 KM so ausmachen können. Auch hier wird gefahren wie es gerade passt. Rechts überholen kein Problem, durchgezogene Linie existiert nicht. Kann der Fahrer ja auch nicht so richtig durch die auf der Fahrerseite drei mal gebrochen Windschutzscheibe sehen.

Die ersten Schlaglöcher habe ich gar nicht so wahrgenommen. Später wurden die soviel das die Wagen auf beiden Seiten der Straße jeweils die Spuren wechselten. Schon ein komisches Gefühl wenn ein LKW auf der eigenen Spur langsam auf einen Zukommt. Irgendwann habe ich mich an der Beifahrertüre festgehalten und immer öfter kräftig mitgebremmst. Ich weiss jetzt das beim überholen ein Handbreit Abstand reicht. Alles eine Sache der guten Nerven oder des guten Gefühls. Dann war da noch das Schild „Straße gesperrt – Durchfahren verboten“ Schon weit vor der Passage in großer Schrift und mit großen Symbolen angebracht. Georgi fährt die Tour ja täglich und weist Bescheid. Nach vielen Kilometern war die Straße mit Flatterband abgesperrt und ein Mitarbeiter SOLLTE hier keinen durchlassen. Jetzt lief Georgi zur Furie auf. Keine Ahnung was er dem Mitarbeiter zuschrie und ihn wohl auch beschimpfte es half. Wir könnten Passieren. Noch hatten wir keine Ahnung was alles auf uns zukommt!! Nach 100 Metern war die Straße weggefräst und wir fuhren auf Schotter. Später gab es nur noch eine Spur und ein LKW kam auf und zu. Danach wieder zwei Spuren mit Löchern die einen Kleinwagen verschwinden lassen. Das ist jetzt wirklich nicht übertrieben. Eine weitere Absperrung vor einem Tunnel. Warten, warten. Bis Georgi wieder laut wurde. Wir durften nach einem Polizeiwagen fahren. In einen unbeleuchteten Tunnel mit einem Bagger in der Mitte der den Boden aufhämmert. Daneben der bearbeitetet Boden mit den mehr als faustgroßen Steinen und den entsprechenden Löchern. Hoppel, Hoppel Kasimir gut das es nicht mein Wagen ist. Wir sind mit Gegenverkehr durchgekommen. Mal schauen ob die Bilder das wiedergeben können.


Ich habe mich nicht wohl gefühlt und beschlossen meinen bevorstehenden Tunnel nicht mit dem Rad zu meistern. Die Fahrbahn wurde immer wieder von Katastrophal bis sehr schlecht. Einmal kam eine feine Asphaltstraße und ich hob den Daumen zum Fahrer hoch. Er grinste nur und zeigte den Daumen runter. Es ging also noch fast 30 km in Armenien so weiter. Die vorherige Passage der Grenze war ohne Probleme und für mich heute nicht besonders erwähnenswert. Irgendwann waren wir in Vansador. Hier hatte ich geplant aus dem Zug auszusteigen und die folgenden steilen, nächsten 35 KM zu radeln. Gut das ich es nicht so gemacht habe. Meine Tour geht auch auf dieser Straße entlang. Die Steigungen ziehen sich Serpentinen artig nach oben. Die Rampenartige Straße führt und auf 2090 MÜNN. Der Verkehr nahm zu. Es waren bei geöffneten Fenster 38 Grad im Auto. Der leichte Wind macht später die Hotel suche nicht angenehmer. Später in Jerewan auf dem Parkplatz fast 43 Grad bei bewölktem Himmel. Die Hitze macht mich fertig. Ohne Bewegung habe ich heute 3 L Wasser und 1 L Cola getrunken. Armenien ist im Vergleich zu Georgien sehr viel grüner. Auf den fernen Bergen ist der Schnee auf den Gipfeln zu sehen. Hier unten wird gerade die Heuernte mit den für uns alten Maschinen eingeholt. Alle aus der Familie helfen mit. Am Straßenrand stehen die geernteten Früchte auf kleinen Tischchen zum Verkauf. Pfirsich, Aprikosen, Beeren aller Art und auch der Georgisch Honig stehen am Straßenrand. Vereinzelt sind auch Schnittblumen zu sehen. Da wir Platz haben wurden auch immer mal eine Anhalterin mitgenommen. Die erste nur eine Baustelle, ca 10 Km lang. Die andere mit nach Jerewan. Der Vater gab Georgi 1000 Georgische Dram. Das sind 1.77 € für die letzten ca 60 Km. Im noch so kleinsten Dorf gibt es Boxen zum Autowaschen. Diese werden gerne von den Fahren genutzt. Ich denke ein Auto ist schon ein Statussymbol für die Männer. Auf den Kennzeichen der Oberklasse Wagen konnte ich an der Nummernschilder und Halterung nicht nur einmal ein deutsches Autohaus erkennen. Georgi hat auch gerne Telefoniert. Das war aber eher ein Anschreien als ein Gespräch. Ich möchte nicht wissen wie es sich anhört wenn seine Frau ihm mal sagt das er was zum Essen einkaufen soll …. Georgi füllt sich seine Wasserflasche am Brunnen oder einer eingefassten Quelle am Straßenrand auf. Ich hoffe nur das die vielen Kühe und Bullen nicht auch aus dem erfrischenden Kral trinken. Die Tiere sind jederzeit auf der Straße zu finden. Gemütlich laufen sie über die Straße und käuen behäbig wider. Georgi hatte sich um den linken Arm ein Handtuch gewickelt. An der Wasserstelle konnte ich sehen das er es sich mit dem kühlen Nass tränkte und dann wieder um den Arm wickelte. Auch eine Art die fehlende Klimaanlage auszugleichen.
Es gibt hier an dieser Stelle noch viel mehr zu erzählen. Meine Notizen nehme ich später nochmal zur Hand und ich erzähle euch die Geschichten in den nächsten Tagen.
Hier ist es jetzt kurz vor 21 Uhr und ich freue mich das die Sonne endlich untergeht.

11.07.2018 Tiflis

In meiner Herberge könnte ich erst einmal ausruhen und das in einem bequemen Bett und mit Klimaanlage. Am frühen Nachmittag bin ich dann zuerst in Richtung Bahnhof um meine Weiterreise am Freitag zu organisieren. Auf dem Weg dorthin habe ich viele der bekannten und sehenswerten Skulpturen, die unzählig in der Stadt zu finden sind, gesehen. Geschmackvoll passen die in der Vielzahl Menschengroßen Bronzestatuen in die Umgebung. Es gibt viele Oasen der Ruhe in Form von kleinen Parks überall in der Stadt verteilt. Die schattigen und mit Springbrunnen installierten Plätze sind sehr begehrt. Morgens waren die großen Straßen in die Stadt hinein noch wenig befahren. Die Ränder der Straßen wurden von Frauen mit teilweise selbstgemachte Reisigbesen von Hand gefegt. Bei uns erledigen das moderne Maschinen. Ich habe mir noch gedacht warum es die riesigen Kreisverkehre, im übrigen ohne Markierugen, gibt. Heute Nachmittag habe ich erlebt, dass diese sehr wohl gebraucht werden. Um es mit einem treffenden Satz zu sagen: Die Georgier fahren wie die Henker eine Hand ist dabei an der Hupe am Lenkrad angewachsen. Kein Auto das nicht schwarz und kräftig aus dem Auspuff pustet. Am schlimmsten sind die kleinen gelben Stadtbusse aus vergangenen Jahrzehnten. Schnell habe ich mich an das Gehube gewöhnt und meinen Fahrstil auf dem Weg zum Bahnhof angepasst. Das alte und das Neue Tiflis liegen auf den Straßen und engen Gassen direkt nebeneinander. Es gibt die modernen Cafés und auch die uns bekannten hippen Szenelokale direkt neben den tratitionelen Kneipen. Ganze Straßenzüge, unter anderem der wo ich die erste Nacht schlafen wollte, werden abgerissen und neu aufgebaut. Mein Highlight war heute die von einem Italiener gebaute, nur für Fußgänger gebaute Friedensbrücke über den Fluss. Diese futuristische Brücke ist interaktiv. Die Fußgänger bestimmen mit ihrer Trittfrequenz die sich wechselnde Beleuchtung in der Nacht. Sie ist von weiten sehr schön anzusehen. Da meine Herberge morgen kein Zimmer für mich hat bin ich im benachbarten Rotlichtviertel für eine Nacht untergekommen. Mal schauen wie das in der günstigen Herberge sein wird. Heute habe ich mich innerhalb von nur einer halben Stunde, ohne große Bewegungen, durchgeschwitzt. Ich hoffe das wird in den Bergen bei ein wenig Wind nicht so heftig sein. Wasserverbrauch heute 3 x 1,5 Liter.

10.07.2018 Flughafen Köln nach Tiblisi (Georgien)

Erstaunlich ruhig und lang habe ich in der letzten Nacht geschlafen. Steht doch heute Abend um 20.50 Uhr der lang ersehnte Flug nach Tiflis auf meinem Kalender. Die Anreise zum Flughafen nach Köln war durch die Mithilfe und selbstlose Bereitstellung des VW Kombis von Günter Ö. kein Problem. Dort angekommen wird das Rad erst einmal in der nächsten Stunde fachmännisch und ordentlich mit doppelseitigen Klebeband, Packband und Folie richtig und sicher eingepackt. Danach ist das warten bis zum CHECK in angesagt. Da Martina schon einen Strafzettel auf der Windschutzscheibe findet verkürzen wir den schmerzlichen Abschied. Weiterhin ist geduldiges warten angesagt. Gegen 18.00 Uhr leuchtet an der Anzeigetafel endlich „Tiflis“ auf. Um 18.50 Uhr kommt der Agent der Airline. Er schreitet die sich bisher gebildete Schlange ab und meint zu mir: Wie lang, wie breit !? Das geht nicht in die Maschine! Ich erwiderte: „das ist bestätigt worden“ und zeige ihm meine Bestätigung. Er meinte nur: Die Reisebüros!!! Nach gut 15 Minuten kam er wieder auf mich zu und fragte was ist da drin. Ein Rad antwortete ich und er sagte sofort auspacken, dann bekommen wir das irgendwie rein. Also als einer der ersten in der langen Schlange das Teppichmesser aus dem Versteck im Radkarton geholt, es vom Tesafilm befreit, die Klinge ausgefahren und den Karton fein säuberlich aufgeschnitten. Die Schlange hinter mir hat alles gespannt beobachtet. Der Check in war dann recht zügig. Das Rad hat auch nicht nochmal extra gekostet. So jetzt noch zum Sperrgepäck Schalter. Das Rad passte, wie immer und erwartet, gerade so rein. Die beiden Mitarbeiter waren sehr unterschiedlich in ihrer Arbeitsauffassung und Arbeitseinstellung. Der Mann am Monitor hatte so gar keine Lust. Er hat das Rad auf dem Band zweimal rein und raus laufen lassen und sagte dann er könne nichts sehen. Es hackt irgendwo. Beim dritten Mal hat ihm der Kollege das Rad ein wenig nachjustiert und es ging. So eine f…. Sa.. Soweit so gut. Leider habe ich in der Aufregung vergessen, wie vom Steward befohlen, die Luft aus den Reifen zu lassen. Mal schauen was ich in Tiflis zurückbekomme. Mit fast einer Stunde Verspätung ist die Maschine jetzt im strömenden Regen gelandet und steht auf dem Flugfeld. Beim einsteigen erkennt der Agent mich wieder und sagt gleich: Ich schaue mal ob das Fahrrad auch mit dabei ist! Er fragt nach und sagt: Die Luft war noch in den Reifen, er hat sie rausgelassen. Ich explodiere innerlich und lächle ihn trotzdem zurück. Made my day. So eine Schei.. . Jetzt auch noch am Flughafen in Tiflis morgens um 3.30 Uhr oder noch später die beiden Reifen auf 4,5 Bar aufpumpen. Angekommen bin ich letztendlich um 3.10 Uhr. Das Gepäck kam um 4:10 Uhr und um 5:15 Uhr war das Rad zusammengebaut, das erste Geld gewechselt und die Hände gewaschen. Mit halb vollen Reifen ging es in Richtung Innenstadt. Die ersten VIER Tankstellen waren entweder noch zu oder der Kompressor war defekt. Beim fünften wurde mir freundlich geholfen. Jedoch gab es keine Anzeige für den Druck. Das habe ich jetzt nach Gefühl aufgepumpt. Auf dem Weg zu meinem Hotel habe ich in der Morgensonne schon die ersten Skulpturen und tollen Bauwerke gesehen. Jetzt erst einmal ausschlafen und heute Abend zu einem Festival mit Georgischer Musik am Schildkrötenteich. Hierzu würde ich schon im Flugzeug eingeladen.

07.07.2018 Das Visa für den Iran ist da

Puhhhhhhh…… das hat aber gedauert. Seit ein paar Wochen warte ich jeden Tag auf mein VISA für den Iran. Heute morgen konnte ich es bei der Post abholen. Jetzt steht der nächsten Radreise nichts mehr im Weg. Am Dienstag geht es um 11.00 Uhr mit dem PKW nach Köln und von dort mit dem Flieger nach Tiblisi. Vor dort geht es über Jerewan in Armenien nach Jolfa dem Grenzübergang in den Iran. Es wird alle gar nicht so einfach werden. Es stehen mir ca. 1700 KM auf Schotterstraßen und einige Pässe auf bis zu über 2150 MüN bevor. Dazu kommt noch die Hitze. Aber einfach können ja alle. Ich habe bis zum 02.08.2018 Zeit um am Airport in Teheran zu sein. Das werde ich, mithilfe von Bus und Bahn, schaffen. Wer von euch ist diesesmal mit dabei. Ich freue mich jetzt schon auf eure Kommentare zur Motivation.